Freundschaft und Miteinander Ahmadiyya-Gemeinde pflanzt Friedensbaum in Menslage

Von Heinz Benken

„Liebe für alle – Hass für keinen“ – so lautete das Motto der Friedensbaumaktion in Menslage. Foto: Heinz Benken„Liebe für alle – Hass für keinen“ – so lautete das Motto der Friedensbaumaktion in Menslage. Foto: Heinz Benken

Menslage. Die Ahmadiyya-Muslim-Jamaat-Gemeinde hat an der Hauptstraße in Menslage gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde einen Baum als Zeichen der Liebe, Freundschaft und des friedlichen Miteinanders gepflanzt.

Mit der Aktion „Baum des Friedens“, die bereits in mehreren Gemeinden des Osnabrücker Landes – zuletzt in Gehrde – erfolgte, möchte die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde auch darauf hinweisen, dass der Großteil der Muslime in Deutschland für den Frieden eintritt und sich als Teil der Gesellschaft versteht. Vertreter der Glaubensrichtung aus Osnabrück und Herford betonten in Menslage, dass die symbolische Geste vor Ort für Toleranz und Miteinander unter den verschiedenen Religionen werben soll.

Austausch im Heimathaus

Bürgermeister Jürgen Kruse hob die Bedeutung des gemeinsamen Bemühes um ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen hervor. Bei einem anschließenden Treffen im Heimathaus gab es Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bei einem orientalischen Imbiss und bei Kaffee und Kuchen.

Gründer der islamischen Reformbewegung ist der Inder Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, der Ende des 19. Jahrhunderts den Anspruch erhob, der vom heiligen Propheten Muhammad prophezeite Messias und Mahdi des Islam zu sein. Sein Hauptanliegen war es, den zeitgenössischen Islam vom Aberglauben zu bereinigen und sich für einen friedliebenden, toleranten und spirituellen Islam einzusetzen. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde ist nach eigenen Angaben heute in mehr als 200 Ländern der Erde verbreitet. In Deutschland gehört sie mit mehr als 35.000 organisierten Mitgliedern zu den größeren der islamischen Organisationen.