Sonderausstellung ab 6. Mai 2018 Quakenbrücker Stadtmuseum zeigt Karikaturen von Fritz Wolf

Von Heiko Bockstiegel

Auch seine Liebe zur Musik hat der 2001 verstorbene Karikaturist Fritz Wolf in vielen Bildern festgehalten. Diese sind in einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Quakenbrück zu sehen. Foto: Fritz-Wolf-Gesellschaft e.V.Auch seine Liebe zur Musik hat der 2001 verstorbene Karikaturist Fritz Wolf in vielen Bildern festgehalten. Diese sind in einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Quakenbrück zu sehen. Foto: Fritz-Wolf-Gesellschaft e.V.

Quakenbrück. „Fritz Wolf und die Musik“ – so lautet der Titel der neuen Sonderausstellung, die am Sonntag, 6. Mai, um 11.15 Uhr im Stadtmuseum Quakenbrück eröffnet wird.

Fritz Wolf, dieser Name war eine Institution im Osnabrücker Land, denn von 1949 bis zu seinem Tod 2001 kommentierte er die große Politik und die kleinen Eigenheiten seiner Landsleute mit spitzer Feder als Hauskarikaturist der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Persönlich war der Künstler, der am 7. Mai 100 Jahre alt geworden wäre, in der Region bestens vernetzt und erfüllte manche Bitte heimischer Vereine oder (Karikaturen-)Freunde um eine humorvolle Zeichnung. Seine große Liebe gehörte der Musik: „Sind Sie Beethoven?“, fragen die Möbelpacker ungläubig, als sie den schweren Flügel endlich vor die Etagentür des Meisters gewuchtet haben. Dieser begrüßt sie mit den Händen in den Taschen und unwirsch ob solch kulturellen Banausentums. So jedenfalls stellte sich Fritz Wolf den „ersten Klaviertransport“ vor, den er sodann zeichnerisch in Szene setzte.

Klampfe statt Tasten

Wolf selbst favorisierte bei seinen eigenen musikalischen Versuchen indes nicht die Tasten, sondern zumeist die Klampfe: ganz so, wie er es in der Jugendbewegung kennen und schätzen lernte. Solcherlei Erfahrungen setzte er seit den späten 1940er-Jahren für die katholischen Jugendzeitschriften „Die Wacht“ und „voran“ in Illustrationen um und entwickelte dabei einen eigenen Stil. Wolf liebte Mozart, zollte Bach Respekt, ließ sich aber auch von Simon und Garfunkel fesseln. Und für Louis Armstrong avancierte er innerhalb seines Bekanntenkreises gar zum Experten. Und er karikierte Konzerte etwa von Yehudi Menuhin oder Paul Hindemith, dessen Dirigat in Osnabrück er für das Feuilleton der „Neuen Tagespost“ mit wenigen Strichen im Bild festhielt.

Die Eröffnung der Sonderausstellung „Fritz Wolf und die Musik“, die in Zusammenarbeit mit der Fritz-Wolf-Gesellschaft Osnabrück entstanden ist, beginnt am Sonntag, 6. Mai, um 11.15 Uhr im Stadtmuseum Quakenbrück. Sie ist bis Sonntag,4. November, zu sehen.


Fritz Wolf

Die Neue Osnabrücker Zeitung widmet ihrem langjährigen Hauskarikaturisten Fritz Wolf anlässlich seines 100. Geburtstags am 7. Mai 2018 eine Karikaturen-Serie. Im Diözesanmuseum Osnabrück sind noch bis 15. Juli in der Sonderausstellung „Er war ein Osnabrücker!“ Karikaturen des Altmeisters zu regionalen Themen zu sehen (darunter auch der gruppenweise Klavierunterricht), während im Stadtmuseum Quakenbrück am Sonntag,6. Mai, um 11.15 Uhr die Sonderausstellung „Fritz Wolf und die Musik“ eröffnet wird. Darüber hinaus laufen derzeit die Ausstellungen „Fritz Wolf und die Umwelt“ im Osnabrücker Museum am Schölerberg, „Fritz Wolf und die Musik“ im Kunstverein Melle am Engelgarten 31 sowie „Fritz Wolf und die Kirche“ im Ludwig-Windthorst-Haus in Holthausen-Biene bei Lingen.