Kandidatensuche läuft 1016 Jugendliche im Artland wählen Anfang Juni ihr Parlament

Von Christian Geers

Werbung mit Flyern und Plakaten: Die Initiatoren des Jugendparlamentes, Matthias Escher, Malte Lauck und Jan Stöhler, präsentieren sie mit Juliane Wigger und Claus Peter Poppe (von links). Foto: Samtgemeinde ArtlandWerbung mit Flyern und Plakaten: Die Initiatoren des Jugendparlamentes, Matthias Escher, Malte Lauck und Jan Stöhler, präsentieren sie mit Juliane Wigger und Claus Peter Poppe (von links). Foto: Samtgemeinde Artland

Quakenbrück. Vom 4. bis 6. Juni wird das erste Jugendparlament in der Samtgemeinde Artland gewählt. Ab sofort sind 15- bis 21-Jährige zur Kandidatur aufgerufen. 1016 Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren in Quakenbrück, Badbergen, Menslage und Nortrup sind wahlberechtigt.

In der Verwaltung der Samtgemeinde Artland laufen die Vorbereitungen für die Wahl des ersten Jugendparlaments (JuPa). Inzwischen gibt es eine eigene Homepage ( www.jugendparlament-artland.de), ein Logo und einen ersten Wahlaufruf. Der richtet sich an alle Jugendlichen in den vier Mitgliedsgemeinden mit der Bitte, sich für eine Kandidatur in dem 15-köpfigen Gremium zu entscheiden. Bis Anfang Mai können sich Bewerber melden.

Idee von JU und Jusos

Die Frage „Bock auf Wahl?“ hat das Organisationsteam um Matthias Escher ganz pfiffig umgesetzt. Auf der Internetseite schwimmt ein Ziegenbock auf einem Wal durchs Wasser. Escher, Mitglied der Jungen Union (JU), hatte im vergangenen September zusammen mit Malte Lauck (Jungsozialisten) das von beiden Nachwuchsorganisationen entworfene Konzept für ein „parteiunabhängiges Jugendparlament“ im Artland vorgestellt und dafür im Ausschuss für Bildung, Familie und Vereine des Samtgemeinderates viel Lob erhalten. „Es ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Politik machen können, ohne sich im Voraus für eine Partei entscheiden zu müssen“, sagt Matthias Escher. In seiner Dezember-Sitzung machte der Rat den Weg frei für das Jugendparlament und gewährte ein Budget von zunächst 2000 Euro.

Treffen im Quakenbrücker Rathaus

Zu den Initiatoren des Jugendparlaments gehört neben Matthias Escher und Malte Lauck auch Jan Stöhler. Die drei trafen sich vor einigen Tagen im Quakenbrücker Rathaus mit Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe und Juliane Wigger, die im Rathaus Ansprechpartnerin für das Jugendparlament ist. Bei dieser Gelegenheit präsentierten sie die Flyer und Plakate, mit denen auf die Wahl des JuPa hingewiesen wird. Initiatoren und Verwaltung hoffen nun, dass das erste Jugendparlament gut angenommen wird, viele Jugendliche sich für eine Kandidatur entscheiden und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Erste Anfragen liegen vor

Dem Organisationsteam lägen bereits einige Anfragen für eine Kandidatur vor, teilte der Sprecher der Samtgemeinde Artland, Franz-Georg Gramann, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Verbindliche Bewerbungen gebe es bisher allerdings noch nicht. Insgesamt seien gut 1000 Jugendliche zur Wahl aufgerufen: 584 in Quakenbrück, 217 in Badbergen, 74 in Menslage und 141 in Nortrup.

An dieser Stelle noch einmal die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Welche Aufgabe hat das Jugendparlament? Ziel ist, dass das Jugendparlament in regelmäßigen Abständen tagt und sich mit Themen beschäftigt, die die Jugendlichen persönlich bewegen oder die aktuell im Rat der Samtgemeinde Artland diskutiert werden. Letztlich geht es darum, das Demokratieverständnis zu fördern, den Jugendlichen eine stärkere Stimme zu geben und ihnen einen Einblick in die Arbeit eines Kommunalparlamentes zu geben.

Jugendparlament Artland hat 15 Mitglieder

Wie groß ist das Jugendparlament, und wie lange sind die Mitglieder im Amt? Das Jugendparlament soll aus 15 Jugendlichen bestehen, die Amtszeit beträgt zwei Jahre, also bis zum Sommer 2020.

Wer kann wählen, wer kann kandidieren? Alle Jugendlichen, die zwischen 13 und 21 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in der Samtgemeinde Artland haben, können an der Wahl teilnehmen. Kandidieren können Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren.

Wann und wie wird gewählt? Die Wahl des Jugendparlaments findet von Montag, 4. Juni, bis Freitag, 8. Juni, als sogenannte Wahlwoche statt. Gewählt werden kann laut Samtgemeindeverwaltung in Direktwahl in der Oberschule Artland, im Artland-Gymnasium Quakenbrück, in der Hasetalschule Quakenbrück und in der IGS Fürstenau. Zu diesem Zweck wird ein fliegender Wahlvorstand eingerichtet. Außerdem besteht die Möglichkeit, Briefwahl zu beantragen oder an zwei Werktagen in der Woche der Wahl während der Öffnungszeiten im Rathaus der Samtgemeinde Artland zu wählen.

Werden die Jugendlichen benachrichtigt? Ja, jeder Wahlberechtigte erhält vorab eine schriftliche Wahlbenachrichtigung. Diese soll ab Mittwoch, 2. Mai, zugestellt werden. Aufgeführt sind Wahltag, Wahlort und die Möglichkeit der Briefwahl.

Bewerbungsbogen auch im Internet erhältlich

Wo gibt es weitere Informationen? Auf der Homepage und der Facebook-Seite des Jugendparlaments sowie auf der Internetseite der Samtgemeinde Artland (www.artland.de). Wer sich als Kandidat bewerben möchte, findet hier auch einen Bewerbungsbogen zum Herunterladen. Alternativ liegen die Formulare in den Sekretariaten des Artland-Gymnasiums Quakenbrück, der Oberschule Artland, der Hasetalschule Quakenbrück und der IGS Fürstenau aus. Der ausgefüllte Bogen kann persönlich oder per E-Mail an die Samtgemeinde geschickt werden.

Wo gibt es weitere Jugendparlamente im Landkreis Osnabrück? In der Samtgemeinde Fürstenau, in der Stadt Bramsche und in der Stadt Melle, außerdem auch in der Stadt Osnabrück.