Zu Gast im Artland-Gymnasium Crashkurs in Physik für Quakenbrücker Grundschüler

Von Bernard Middendorf

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Ob mit Entenküken, Maschinen oder Plasmalampe – Physiklehrer Hans-Georg Küpker verstand es, die Quakenbrücker Grundschüler  zu „elektrisieren“. Foto: Bernard MiddendorfOb mit Entenküken, Maschinen oder Plasmalampe – Physiklehrer Hans-Georg Küpker verstand es, die Quakenbrücker Grundschüler zu „elektrisieren“. Foto: Bernard Middendorf

Quakenbrück. Eine Physikstunde im Artland-Gymnasium Quakenbrück (AGQ): Kein Wunder, dass 32 Kinder der Grundschule Neustadt spürbar aufgeregt waren, als sie den Laborraum betraten. Dass Hans-Georg Küpker als Fachlehrer im ersten Experiment mit einem Entenküken aus Flausch die Geheimnisse des Stromkreises verriet, verblüffte die wissbegierigen Gäste mehr als jeder noch so spannende Versuch mit Maschinen und Apparaturen.

„Gefahren und Nutzen des Stroms“ – bei diesem brisanten Thema war Küpker in seinem Element. Floss der Strom zunächst noch von dem „elektrisierten“ Pieptier über ihn und eine Schülerin wieder bis zur Ente, so wurden danach satte 32 Versuchspersonen eingespannt, fassten sich an den Händen – und tatsächlich: Die Elektrizität bahnte sich ihren Weg sogar jetzt wieder bis zu ihrem Ausgangspunkt zurück.

Grelle Blitze und farbige Lichter

Dann ging es Schlag auf Schlag, aber immer vorsichtig: Grelle Blitze sprangen über, als die Influenzmaschine sich immer schneller drehte. Hier seien Berührungen für Gesunde ungefährlich, versicherte der Experte. Anders beim Hörner-Trafo. Mit 50.000 Volt Spannung ist nicht zu spaßen, denn: „Würde man den Lichtbogen berühren, so wäre der Kontakt lebensgefährlich!“ Warum diese Gefahr bei einer Plasmalampe nicht besteht, fanden viele Hospitanten schnell heraus: „Weil die Außenhülle aus Glas ist“, lautete die Antwort. Der Lohn: Alle durften ihre Hände mal auf die Kugel legen, in der die farbigen Lichter zuckten.

Unterricht mit Aha-Effekt

Dass ein dünner Draht bei steigender Stromdurchleitung glüht und irgendwann reißen kann, leuchtete ein, aber dass sogar eine Gurke – unter Strom gesetzt – knistert und verschmort, bewirkte einen merklichen Aha-Effekt: Mit Elektrizität aus der Steckdose zu experimentieren ist eben sehr gefährlich.

Nur gut, dass bei einem Eisenstückchen, das Kacper als Stärkster zuerst nicht anheben konnte, gelacht werden durfte. Der Trick war ein Elektromagnet, den Hans-Georg Küpker ein- und ausschaltete. Spaß hatten Jennifer, Maria und ihre Mitschüler reichlich; lehrreich war manches sogar für die Lehrkräfte Anna Kruse, Dominik Plesch und Imke Poesthorst, die sich beim Versuchsleiter bedankten.


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