Zeckengefahr nicht unterschätzen Waschbären sind in Quakenbrück auf dem Vormarsch


ng Badbergen/Quakenbrück. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) könnte die Jagd in Deutschland nachhaltig verändern: Zu dieser Prognose kam Kreisjägermeister Martin Meyer Lührmann in der Versammlung des Hegerings Badbergen-Quakenbrück.

„Wenn sie einmal da ist, bricht die Seuche wie bei der Myxomathose, von der Kaninchen besonders betroffen sind, immer wieder aus“, verdeutlichte er. Dann seien massive und harte Eingriffe zu erwarten. Aus diesem Grund riet er den Jägern, schon jetzt die Schwarzwildbestände waidmännisch auszudünnen. Von einer breiten Palette von Aktionen und Veranstaltungen berichtete Hegeringleiter Klaus Overbeck. Als Beispiele nannte er das Hegeringschießen, den Jägerball, die Fuchswoche, den Taubentag und die Beteiligung an der Aktion Ferienspaß.

Zuschüsse für Betonwipprohrfallen

17 Betonwipprohrfallen sind 2017 in den Revieren des Hegerings aufgestellt worden, um den auf dem Niederwild lastenden Prädatorendruck zu vermindern. Anträge auf weitere Betonwipprohrfallen können zu äußerst günstigen Konditionen beim Hegeringleiter gestellt werden. Die Jägerschaft Bersenbrück bezuschusst jede Falle mit entsprechendem Melder mit 490 Euro. Außerdem schießt der Hegering weitere 100 Euro zu. Alte Kastenfallen können mit finanzieller Unterstützung (90 Euro) der Jägerschaft mit neuen Meldern ausgestattet werden. Die in der Versammlung zur Debatte stehende Beitragserhöhung von 50 auf 70 Euro ging ohne Kontroverse glatt durch, nachdem Hegeringleiter Klaus Overbeck verdeutlicht hatte, wie der einzelne Jäger von den Aktionen der Landesjägerschaft, der Jägerschaft Bersenbrück und des Hegerings profitieren kann. „Damit können wir jetzt noch stärker auf Wünsche und Anregungen der Mitglieder reagieren“, sagte Overbeck. Ohne Gegenstimme wurde Kassierer Michael Wassmann im Amt bestätigt.

Hegering beteiligt sich wieder am Ferienspaß

Arnold Middelkamp kündigte an, dass sich der Hegering auch 2018 an der Ferienspaßaktion beteiligt. Die inzwischen 20 Jahre alte Jagdhornbläsergruppe beteiligt sich nach den Worten von Ulrich Hildebrand an der Kreisgehörnschau 2018 und den Kreismeisterschaften im jagdlichen Schießen. Von einem festen Kern berichtete Jungjägerobmann Hans Imwalle. Schießwart Jan Rohde ist zusammen mit Klaus Overbeck stolz auf die Beteiligung von 83 Jägern am Hegeringschießen. 2018 findet diese Veranstaltung am 25. August statt. Die Streckenergebnisse bei Hase, Kaninchen, Fasan, Ente, Taube und Fuchs sind fast durchweg rückläufig. Allerdings, so Klaus Overbeck, zeigten Scheinwerferzählungen, dass sich die Hasenpopulation weiter im Aufwind befindet. Eine positive Entwicklung ist bei Baummarder und Steinmarder zu verzeichnen. Fünf Waschbären weist die Streckenstatistik für das vergangene Jagdjahr aus. Allein vier davon fingen sich in der Betonwipprohrfalle. Die Jäger des Hegerings erlegten weniger Rehe als im Jagdjahr zuvor. Der Anteil der alten und kapitalen Rehböcke spricht nach Meinung des neuen Bezirksförsters Frank Sitterberg für die Hegemaßnahmen in den einzelnen Revieren. Mit dem goldenen Bruch zeichnete er Walter Wilke aus Talge aus. Silber ging an Wolfgang Thäsler aus Quakenbrück, Bronze an Philip Overbeck aus Wehdel.

Ehrung verdienter Mitglieder

Kreisjägermeister Meyer-Lührmann und Hegeringleiter Overbeck ehrten eine große Zahl verdienter und langjähriger Mitglieder des zweitgrößten Hegerings im Altkreis Bersenbrück. Albrecht Middelkamp ist 60 Jahre Mitglied. Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft blicken Hermann Pahlmann und Burkhard Büttner zurück. 40 Jahre dabei sind Elfred Wübbold, Walter Wilke, Dieter Oldenhage, Werner Liere-Netheler, Rolf Köneke, Gerd Guster und Christian Budke, 25 Jahre Werner Struckmann, Hermann Struckmann und Josef Hauertmann. Zu Ehrenmitgliedern ernannte der Hegering Dieter Borgmann, Hubert Greten, Robert Meister, Walter Schwarte, Gerd Strätker, Hermann Volkert und Walter Wilke. Wie der Jagdhund vom Welpen bis zum alten Hund gepflegt werden sollte, legte Tierarzt Michael Schibalski dar. Er unterstrich die Bedeutung der Tollwutimpfung und warnte davor, die Zeckengefahr zu unterschätzen.