Titzmann geht in den Ruhestand Matthias Bitter wechselt zum CKQ nach Quakenbrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


jp/pm Quakenbrück. Seit Monaten war es so etwas wie ein offenes Geheimnis, nunmehr ist es aber offiziell: Nach rund 24 Jahren in leitender Position im Christlichen Krankenhaus geht Geschäftsführer Heinrich Titzmann am 31. Mai in den Ruhestand. Die Nachfolge wird Matthias Bitter, derzeit Geschäftsführer des Papenburger Marien Hospitals, am 1. Juni antreten.

Die Berufung von Matthias Bitter hat der Aufsichtsrat des Christlichen Krankenhauses (Vorsitzende Anke Markus, stellvertretender Vorsitzender Claus Peter Poppe) einstimmig beschlossen und nunmehr auch bekannt gegeben. 2011 wechselte Bitter, gebürtiger Wallenhorster, aus Osnabrück ins nördliche Emsland. Das Marien Hospital übernahm er damals zunächst als Interimsgeschäftsführer. Seinerzeit steckte das Papenburger Krankenhaus in einer großen finanziellen Krise, nachdem bis 2011 Verluste von insgesamt rund 16 Millionen Euro aufgelaufen waren.

Zurück ins Osnabrücker Land

Bereits im Herbst vergangenen hatte Bitter Informationen bestätigt, dass er sich für eine neue berufliche Aufgabe entschieden habe und ins Osnabrücker Land zurückkehren werde. Nunmehr gab auch der Aufsichtsrat des Christlichen Krankehauses den Wechsel bekannt, nachdem Heinrich Titzmann doch auf Wunsch etwas länger geblieben war, als er eigentlich geplant hatte.

Zuerst Verwaltungsdirektor

Begonnen hatte der mittlerweile 65-jährige Betriebswirt seine Tätigkeit in Quakenbrück am 1. Juli 1994 zunächst als Verwaltungsdirektor, dann als hauptamtlicher Vorstand des Vereins Christliches Krankenhaus. 2008 erfolgte die formwechselnde Umwandlung des Hauses in eine gemeinnützige GmbH unter der Bezeichnung „Christliches Krankenhaus Quakenbrück“.

Dort fungiert Heinrich Titzmann seit dem 14. November 2008 als Geschäftsführer. Das CKQ ist eine ökumenische Einrichtung, getragen von den Beteiligungsgesellschaften bürgerlichen Rechts der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden der Region.

Spezialisierung voran getrieben

In die lange Zeit seiner Geschäftsführung fielen viele wichtige Veränderungen für das Christliche Krankenhaus. So entwickelte sich das CKQ dank einer konsequent durchgeführten Strategie der Differenzierung und Spezialisierung von einem Allgemeinkrankenhaus hin zu einem Schwerpunktkrankenhaus mit überregionalem Einzugsgebiet.

Heute umfasst das Leistungsspektrum die Medizinische Klinik mit den Fachbereichen Gastroenterologie/Allgemeine Innere Medizin und Infektiologie, Diabetes-Zentrum, Kardiologie/Angiologie/Intensivmedizin und Pneumologie sowie die Chirurgische Klinik, die die Fachbereiche Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Plastische Chirurgie/Handchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie umfasst. Hinzu kommen die Anästhesie, Intensivmedizin, Interdisziplinäre Schmerzmedizin, die Neurologie und das Zentrum für Psychologische und Psychosoziale Medizin (Psychiatrie/Psychosomatik).

Der größte Arbeitgeber

Das Christliche Krankenhaus hat derzeit insgesamt 420 Betten und 24 Tagesklinikplätze. Der Gesamtkonzern mit allen Tochtergesellschaften und dem Standort Löningen beschäftigt rund 1600 Angestellte. Die Klinik ist der größte Arbeitgeber der Stadt Quakenbrück.

Heinrich Titzmann war in vielen externen Positionen tätig. Dazu gehören zum Beispiel die Vorstandsarbeit für das Bündnis „Gesundheit und Bildung“ (heute Gewinet), zudem war er gesundheitspolitischer Vertreter des Landkreises Osnabrück in der Metropolregion Nordwest. Viel Wert legte Titzmann stets auf die Kooperation mit anderen Kliniken – so war er der Initiator des Corantis Verbundes – sowie die intensive Zusammenarbeit mit weiteren Facharztpraxen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN