Unterzuckerung verhindern Patiententag am Diabetes-Zentrum in Quakenbrück gut besucht

Das Team des Diabetes-Zentrums Quakenbrück. Foto: CKQ/MundtDas Team des Diabetes-Zentrums Quakenbrück. Foto: CKQ/Mundt

Quakenbrück. Der erste Patiententag des Diabetes-Zentrums Quakenbrück am Christlichen Krankenhaus Quakenbrück in diesem Jahr konzentrierte sich auf das für viele Diabetiker schwerwiegende Thema der Unterzuckerung und ihrer Verhinderung.

Rund 100 Teilnehmer aus der gesamten Region Weser-Ems waren nach Angaben der Veranstalter angereist, um vom Team des Diabetes-Zentrums die aktuellen Strategien zu erfahren, wie man eine möglichst gute Diabeteseinstellung ohne die Nebenwirkung einer Unterzuckerung erreichen kann. Chefarzt Dr. Florian Thienel benannte zunächst typische Auslöser einer Unterzuckerung wie eine zu hohe Insulindosierung, mangelnde Anpassung der Insulindosis an körperliche Aktivitäten, bestimmte zuckersenkende Tabletten wie sogenannte Sulfonylharnstoffe oder auch Alkoholkonsum. Er umriss dann die Risiken, die mit einer schweren Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit einhergehen – nämlich Schädigungen für das Gehirn oder auch lebensgefährliche Ereignisse wie Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle. Allerdings seien diese schweren Unterzuckerungen glücklicherweise selten und ließen sich durch eine gute Schulung der Patienten und eine angepasste Therapiestrategie vermeiden.

Schulungs-Team stellt neue Apps vor

Ein besonderes Problem stellt laut Thienel die Situation dar, wenn langjährig an Diabetes erkrankte Menschen ihre Unterzuckerungen nicht mehr wahrnehmen und so in eine schwere Unterzuckerung geraten können. Für diese Patienten gibt es neben einem eigenen Training zur Wiederherstellung der Unterzuckerungswahrnehmung heute technische Hilfen in Form der Diabetes-Technologie. Diese verschiedenen Möglichkeiten und ihren Einsatz stellten Marita Wernsing und Hiltrud Bruns aus dem Diabetes-Schulungsteam vor und besprachen auch die neuesten Diabetes-Apps. Diplompsychologe Klaus-Martin Rölver thematisierte die Belastung von Patienten aber vor allem auch ihrer Angehörigen durch wiederholte Unterzuckerungen, und wie damit umgegangen werden kann. Die richtige Dosierung von Insulin ist davon abhängig, wie gut man insbesondere den Gehalt an Kohlenhydraten einer Mahlzeit abschätzen kann. In einem von Monika Dirla, Maike Fey und Simone Seggelmann zu diesem Thema aufgebauten Parcours mit realen kleinen Menüs, mussten die Patienten deren Gehalt an Kohlenhydraten abschätzen.

Besonderer Dank an Marita Wernsing

Die Facebook-Gruppe „Kopfzucker Quakenbrück“ überreichte in einer vorbereiteten Aktion der dieses Jahr ihr 40-jähriges Dienstjubiläum feiernden Diabetesberaterin und Krankenschwester Marita Wernsing ein Präsent als Dank für ihren immer engagierten Einsatz für die Patienten.