68 Mädchen und Jungen aktiv Engagierter Nachwuchs in den Artländer Jugendfeuerwehren

Von Christian Geers

Ihre eigene Dienstversammlung hielten die Mitglieder der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Artland im Quakenbrücker Feuerwehrhaus ab. Ausschuss-Vorsitzender Matthias Brüggemann (rechts) hatte für Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Kopmeyer (Mitte) nicht nur lobende Worte dabei, sondern auch einen kleinen Obolus für die Jugendarbeit; mit dabei auch Gemeindebrandmeister Manfred Buhr. Foto: Christian GeersIhre eigene Dienstversammlung hielten die Mitglieder der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Artland im Quakenbrücker Feuerwehrhaus ab. Ausschuss-Vorsitzender Matthias Brüggemann (rechts) hatte für Gemeindejugendfeuerwehrwart Sven Kopmeyer (Mitte) nicht nur lobende Worte dabei, sondern auch einen kleinen Obolus für die Jugendarbeit; mit dabei auch Gemeindebrandmeister Manfred Buhr. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Dank der Jugendfeuerwehr müssen sich die Freiwilligen Feuerwehren im Altkreis Bersenbrück noch keine Gedanken über künftige Einsatzkräfte machen. In der Samtgemeinde Artland engagieren sich 68 Jungen und Mädchen bei den Blauröcken.

In der Samtgemeinde Artland ist die Jugendfeuerwehr flächendeckend vorhanden, darauf ist Sven Kopmeyer ziemlich stolz. In Quakenbrück, Badbergen, Menslage und Nortrup gibt es jeweils eine Nachwuchsriege, die von den Ortsfeuerwehren unterstützt werden. Der 29-Jährige ist seit dem 1. Januar 2017 Gemeindejugendfeuerwehrwart – das ist die offizielle Bezeichnung. Gemeinsamen mit seinem Team betreut er die Heranwachsenden zwischen zehn und 18 Jahren. Der Menslager hat seine Karriere in der Jugendfeuerwehr gestartet und ist nun für den Feuerwehrnachwuchs in Quakenbrück, Badbergen, Menslage und Nortrup verantwortlich. „Wir leisten einen superwichtigen Beitrag zum Leben in der Gemeinde“, stellt er klar, als er die Mitglieder der Jugendfeuerwehren zur Dienstversammlung im Quakenbrücker Feuerwehrhaus begrüßt. Diese muss es laut Satzung einmal im Jahr geben.

Durchschnittsalter liegt bei exakt 13,8 Jahren

Um die Jugendlichen nicht zu langweilen, belässt es Sven Kopmeyer bei einem bebilderten Rückblick und etwas Statistik. Die Zahlen offenbaren, dass die vier Jugendfeuerwehren in der Samtgemeinde 68 Mitglieder zählen, darunter sind acht Mädchen. Das Durchschnittsalter liegt bei exakt 13,8 Jahren, es gibt insgesamt 26 Betreuer. Zu den vier Jugendfeuerwehrwarten und den Stellvertretern gibt es 18 weitere Helfer. „Da kommt ein Betreuer auf 2,6 Kinder“, rechnet er vor. Mit anderen Worten: „Das sichert eine intensive Betreuung.“ Tannenbaumsammlung, Müllaktion – mit einer Reihe von Aktionen „außer der Reihe“ machen die Jugendfeuerwehren auf sich aufmerksam. Neben den technischen Diensten im zweiwöchentlichen Rhythmus, die die Mitglieder langsam in Theorie und Praxis mit den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren vertraut machen, stehe natürlich der Spaß im Vordergrund, so Kopmeyer. Zeltlager, Feuerwehr-Olympiade, Spiel ohne Grenzen – die Beteiligung sei gut und dank der Betreuer, die für diese Jugendarbeit ihre Freizeit investierten, überhaupt erst möglich. „Aus dem Leben der Gemeinden sind wir nicht mehr wegzudenken“, formuliert Kopmeyer hörbar selbstbewusst, nicht ohne sich bei den Freiwilligen Feuerwehren und der Samtgemeinde Artland zu bedanken. „Die lassen uns nicht im Regen stehen.“

„Da sind wir im Artland gut aufgestellt“

Wie wichtig die Arbeit der Jugendfeuerwehr ist, weiß Gemeindebrandmeister Manfred Buhr sehr genau. Manche Karriere als ehrenamtlicher Lebensretter begann einst in der Jugendfeuerwehr. „Da sind wir im Artland gut aufgestellt“, so Buhr, der zugleich Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück ist. Auch in anderen Orten sei es der Jugendfeuerwehr zu verdanken, dass immer wieder junge und engagierte Kräfte nachrückten. „Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, sich verbindlich ehrenamtlich einzubringen“, ergänzt Matthias Brüggemann, Bürgermeister der Stadt Quakenbrück und Vorsitzender des Feuerwehrausschusses der Samtgemeinde Artland.


30 Jugendfeuerwehren im Landkreis Osnabrück

Im Landkreis Osnabrück gibt es insgesamt 30 Jugendfeuerwehren sowie in Melle eine Kinderfeuerwehr. Betreut werden laut Kreisfeuerwehr Osnabrück darin rund 585 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. Im Altkreis Bersenbrück gibt es Jugendfeuerwehren in Badbergen, Berge, Bersenbrück, Bippen, Bramsche, Fürstenau, Kettenkamp, Menslage, Nortrup und Quakenbrück. cg