Ratsfraktion für Plusenergiehäuser Quakenbrücker Grüne machen Vorschläge für Baugebiet

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Konkrete Vorstellungen für den Bebauungsplan „Hartlage-West“ in Quakenbrück hat die Grünen-Fraktion. Foto: GrüneKonkrete Vorstellungen für den Bebauungsplan „Hartlage-West“ in Quakenbrück hat die Grünen-Fraktion. Foto: Grüne

Quakenbrück. Die Grünen im Quakenbrücker Stadtrat stellen weitere Anforderungen an das Baugebiet „Hartlage West“. Das hatten sie beim Start des Planverfahrens angekündigt.

Für den Bebauungsplan „Hartlage-West“, dessen Aufstellung der Stadtrat Ende Januar beschloss, hat die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen konkrete Vorstellungen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. So stellt die Fraktion weitere Anforderungen zum Hochwasserschutz, zur Erschließung, zur städtebaulichen Gestaltung, zur Ökologie und zum Klimaschutz gestellt.

Höhenniveau beachten

Aus Gründen des Hochwasserschutzes sollten in den tief liegenden Überschwemmungsbereichen keine Baugrundstücke geplant werden und das Höhenniveau der Straßenkrone sowie der Erdgeschossebene aller neu geplanten Gebäude nicht höher sein als das der vorhandenen Häuser in den angrenzenden Wohngebieten. Dadurch würden Starkregenmengen auf eine größere Fläche gleichmäßiger verteilt werden, heißt es dazu. Zur südlichen Erschließung sei das Baugebiet um den noch unbeplanten südlichen Teil zu erweitern und die Bürgermeister-Magnus-Straße als Erschließungsstraße einzubeziehen. Denn diese Straße habe die verkehrstechnisch beste Anbindung zum Beispiel an die Dinklager Straße, die Bremer Straße oder die Bundesstraße 68.

„Fehlentwicklungen vermeiden“

Bei der städtebaulichen Gestaltung ist es laut Grünen-Fraktion erforderlich, „dass durch die Schaffung geordneter Strukturen entsprechende Raum- und Platzbildungen, zusammenhängende Gebäudegruppen ähnlicher Stilrichtungen sowie ganzheitliche und harmonische Quartiersbildungen erreicht werden“. Denn die uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit der jüngsten Bebauungspläne sowie die große Vielfalt an Baumaterialien habe in einigen Baugebieten zu städtebaulichen und gestalterischen Fehlentwicklungen geführt. Nicht nur aus ökologischen Gründen sollten alle Flachdächer und Dächer mit geringer Neigung, sofern sie nicht mit Solarmodulen belegt werden, eine Dachbegrünung erhalten. Begrünte Dächer nähmen bis zu 70 Prozent der jährlichen Regenniederschlagsmengen auf und heizten sich im Sommer bei Weitem nicht so auf wie konventionelle Dächer.

Fokus auf Plusenergiehäuser legen

Im Hinblick auf den dringend erforderlichen Klimaschutz sollten bei der Planung und Realisierung von Gebäuden die erneuerbaren Energien zur Strom- und Wärmeversorgung wesentlich stärker berücksichtigt werden, fordert Fraktionsvorsitzender Andreas Henemann. Ziel müsse es sein, Plusenergiehäuser zu bauen, die ausschließlich durch die auf ihre Außenhülle treffende Sonnenstrahlung im Jahresmittel nicht nur den eigenen Storm- und Wärmebedarf inklusive Ladestation für Elektromobile decken, sondern darüber hinaus noch Strom in das öffentliche Netz einspeisen.


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