Ein Muss für Gründerzentrum Schnelles Internet für Business- und Innovationspark Quakenbrück

Von Christian Geers

Wie wichtig eine schnelle Zufahrt auf die Datenautobahn ist, erläuterte Ingenieur Konstantin Rempel (rechts) Franz-Georg Gramann (links) und Claus Peter Poppe. Foto: Christian GeersWie wichtig eine schnelle Zufahrt auf die Datenautobahn ist, erläuterte Ingenieur Konstantin Rempel (rechts) Franz-Georg Gramann (links) und Claus Peter Poppe. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Ein Gründerzentrum wie der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) muss Start-up-Unternehmern nicht nur kostengünstigen Raum für innovative Ideen bieten, sondern auch einen superschnellen Anschluss an die Datenautobahn. Die Ideenschmiede an der Professor-von-Klitzing-Straße besitzt nun einen Glasfaseranschluss.

100 Megabit (Mbit) pro Sekunde für das Hoch- und Herunterladen von Daten müssten es schon sein, alles andere habe keinen Zweck, sagt Konstantin Rempel. Der Ingenieur für Maschinenbau und Konstruktionstechnik, der sich 2016 mit einem Ingenieurbüro in Quakenbrück selbstständig machte, hat erst vor wenigen Wochen Büroräume im Business- und Innovationspark bezogen.

Beste Bedingungen im Gründerzentrum

Ein Argument für diese Entscheidung: Hier fänden er und sein Kollege beste Bedingungen für ihre Arbeit, wie Rempel BIQ-Geschäftsführer Franz-Georg Gramann und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe bei einem Besuch erläutert. Als selbstständiger Ingenieur bietet Konstantin Rempel sein Wissen und Know-how anderen Firmen an. Spezialisiert hat er sich auf den Bau von Sondermaschinen und Anlagen, auf den Werkzeugbau und auf die sogenannte Handhabungstechnik. Er entwickelt und konstruiert Maschinen für vielfältige Einsatzbereiche. „Früher haben wir Festplatten ausgetauscht, heute läuft das alles online, und das hat viele Vorteile“, erklärt er. Soll heißen: Um die Aufträge seiner Kunden zu erfüllen, ist Rempel in vielen Fällen auf höchst vertrauliche Daten angewiesen. Und genau diese dürfen nicht in fremde und unbefugte Hände gelangen, verlassen also am besten nicht die Datenserver des Auftraggebers.

Das System „entfernter Schreibtisch“

Von Nutzen ist da ein Breitbandanschluss: Dieser ermöglicht es Dienstleistern wie Konstantin Rempel, sich mittels verschlüsselter Datenleitung von außerhalb direkt auf den Server einzuloggen und dort die Maschinen zu konstruieren. „Auf unseren Rechner sind also keine sensiblen Daten gespeichert. Sicherer geht es nicht“, erläutert Rempel das System Remote-Desktop, das so viel bedeutet wie „entfernter Schreibtisch“. Er sitzt vor seinem Rechner in seinem Quakenbrücker Büro, während er per Fernzugriff auf dem Server seines Auftraggebers arbeitet.

DSL-Anschluss reicht nicht

Grundvoraussetzung dafür ist ein Glasfaseranschluss, der mindestens 100 Mbit pro Sekunde ermöglicht angesichts hochkomplexer dreidimensionaler Konstruktionspläne, die aus großen Datenpaketen bestehen. „Ein DSL-Anschluss reicht nicht aus“, sagt der Ingenieur, der sein Arbeitszimmer bisher in seiner Wohnung eingerichtet hatte. Schneckentempo auf der Datenautobahn kann er nicht gebrauchen.

BIQ zu 70 Prozent belegt

BIQ-Geschäftsführer Franz-Georg Gramann und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe sind gleichermaßen davon überzeugt, dass sich die Investition auszahlen wird. Der Business- und Innovationspark Quakenbrück biete damit beste Voraussetzungen für Jungunternehmen. Mehr als 70 Prozent der Büro- und Produktionsflächen in den beiden Gebäuden mit einer Nutzfläche von 2800 Quadratmetern sind vermietet.


Business- und Innovationspark Quakenbrück

Der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) ist ein Gemeinschaftsprojekt, Gesellschafter der BIQ GmbH sind der Landkreis Osnabrück (50,1 Prozent) und die Samtgemeinde Artland (49,9 Prozent). Geschäftsführer ist Franz-Georg Gramann, Verwaltungsbeamter der Samtgemeinde Artland und dort tätig im Fachbereich Finanzen und Organisation. Der BIQ versteht sich als Dreh- und Angelpunkt für Unternehmen, Existenzgründer und Forschungskooperationen im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Das aus zwei barrierefreien Gebäuden bestehende Gründerzentrum an der Professor-von-Klitzing-Straße neben dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik steht auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück. Es stehen Büro- und Produktionsflächen von rund 2800 Quadratmetern zur Verfügung. Die Büros im Obergeschoss sind zwischen 15 und 100 Quadratmeter groß. Sie können – wie auch die Bereiche für die Produktion im Erdgeschoss – flexibel zugeschnitten werden.

Kontakt: Business- und Innovationspark Quakenbrück, Markt 1, Quakenbrück, Telefon 05431/182-117, Internet: www.biq-gmbh-quakenbrueck.de