Einstimmig gewählt Die Ziele des neuen Quakenbrücker SPD-Chefs Bob Giddens

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Bob Giddens vertreibt mit seiner Used GmbH in Quakenbrück unter anderem Lastenfahrräder für Unternehmen und spezielle Fahrradanhänger. Darüber hinaus ist er Rockmusiker und nun auch Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Quakenbrück. Foto: Michael GründelBob Giddens vertreibt mit seiner Used GmbH in Quakenbrück unter anderem Lastenfahrräder für Unternehmen und spezielle Fahrradanhänger. Darüber hinaus ist er Rockmusiker und nun auch Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Quakenbrück. Foto: Michael Gründel

Quakenbrück. Der Quakenbrücker Unternehmer Bob Giddens führt in den kommenden zwei Jahren den SPD-Ortsverein Quakenbrück. Doch bevor die Mitglieder über ihn abstimmen konnten, verriet er ihnen, welche Themen er ansprechen will und welche Ziele er sich setzt.

„Das ist mir sehr wichtig. Es ist zu einfach, einfach nur eine vorgeschlagene Person zu wählen“, begann er seinen Vortrag. Und ganz Geschäftsmann, analysierte er die Arbeit der SPD in der Stadt, legte eine Stärken-Schwächen-Liste vor, um daraus die Schlüsse für die Arbeit in der kommenden Zeit zu ziehen.

Profil schärfen

Wo die SPD steht: Zwar stellten die Sozialdemokraten im Stadtrat die zweitstärkste Fraktion, es fehle aber die Beteiligung der Jugendlichen, die Zahl der Mitglieder stagniere. „Es fehlt die Zukunftsvision“, sagte Giddens. Vor allem: Die SPD schöpfe ihr Potenzial nicht aus. Das seien keine typischen Quakenbrücker Probleme, sondern forderten längst auch die Bundes-SPD zum Handeln auf. Es gelte, das Profil zu schärfen, „damit potenzielle Wähler wissen, wofür wir stehen“ – national wie kommunal.

Ziel: Wieder stärkste Fraktion im Quakenbrücker Stadtrat werden

Das will die SPD: Bob Giddens versprach, der Vorstand werde als Team arbeiten, bürgernah auftreten, über Erfolge und Probleme reden und versuchen, Vertrauen zu gewinnen, aber auch ehrgeizig und ungeduldig zu bleiben. Der Vorsitzende will die Mitgliederwerbung verstärken und von der politischen Konkurrenz Enttäuschte für die SPD begeistern. Auch die soziale Gerechtigkeit müsse angesprochen werden. Ein Dorn im Auge sind ihm „Leiharbeiter, die in Schlachthöfen arbeiten und hier in prekären Verhältnissen leben müssen“. Mit Blick auf die nächsten Wahlen müsse die SPD daran arbeiten, wieder stärkste Fraktion im Rat werden. Das werde gelingen, wenn sie sich Themen widme, die die Menschen in der Stadt bewegten. An erster Stelle steht für ihn ein Verkehrskonzept mit Mobilitätsmix und Tempo 30 auf dem City-Ring und dem Zusammenführen von Alt- und Neustadt. Für die Wirtschaftsförderung könne er sich einen „Ideen-Brutkasten“ vorstellen.

Lindemann: Viele frische Idee und Ansätze

Unverzichtbar sei, die Erfolge „zu feiern“, „Flagge zu zeigen“ und Netzwerke aufzubauen. „Hör auf die Weisheit der Älteren und den Leichtsinn der Jugend“, fasste Giddens es zusammen. Das sei zu schaffen mit Fleiß, Vision, Optimismus, Zusammenhalt und Vertrauen – und im Sinne von Rainer Mock, „der mich einst zum politischen Denken aufgefordert hat“.

„Das ist genügend Stoff für den neuen Vorstand, das sind keine utopischen Ziele“, stellte Jürgen Lindemann fest. Er hatte viele „frische Ideen und Ansätze“ entdeckt, aber auch einen Unterschied zur Bundes-SPD: Im Osnabrücker Land sei die Artland-SPD hinter Bramsche zweitstärkste Kraft. „Wir sind hier verwurzelt und wissen, worum es geht. Das ist ein großes Pfund“, sagte er.


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