Talent in die Wiege gelegt Quakenbrücker gestaltet Kreuze für Kirchen und Kitas

Von Alexandra Lüders

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Quakenbrück. Seit 2012 fühlt sich Carlos Munoz Vivar im Artland zu Hause, wo seine Frau Christina Richter als Pastorin der St.-Petrus-Gemeinde vorsteht. Hier geht er in der Freizeit seiner kunsthandwerklichen Begabung nach.

Seit 2013 hat der aus Chile stammende Autodidakt viele Gestaltungsideen verwirklicht. So sind außer Kreuze für Kirchen und Kindergärten auch Archen sowie viele andere sakrale Objekte entstanden. Speziell in der Passionszeit fertigt er immer wieder Kreuze für seine Frau, für ihre Kirchengemeinde sowie für diakonische und christliche Einrichtungen der Region. Insbesondere für Kindergärten gestaltet er die hölzernen Symbole auch farblich passend zum Anlass und zum Ort. So erfreuen sich seine Werke großer Beliebtheit bei Alt und Jung.

Erstes Kreuz mit acht Jahren geschnitzt

Das feinmotorische Geschick war Carlos Munoz Vivar in die Wiege gelegt. Schon als Kind stellte er sein eigenes Spielzeug her, machte aus der Not eine Tugend. „Als ich acht Jahre alt war, habe ich mit dem Messer mein erstes Kreuz im Wald geschnitzt“, erinnert er sich. Für ihn sei das Kreuz ein Glaubenssymbol gewesen, dem noch viele andere Sachen aus Holz folgten. „Damals habe ich meine Objekte noch nicht bemalt. Erst in Quakenbrück bin ich tiefer in die künstlerische Arbeit mit Holz eingestiegen, habe mich weiterentwickelt und mir passendes Werkzeug angeschafft“, berichtet der 52-Jährige. „Hier habe ich verstärkt Kreuze gefertigt, zunächst immer für meine Frau oder für unsere Gemeinde“, verweist Munoz Vivar auf verschiedene Kreuzmodelle, die mit diversen Techniken gefertigt wurden.

„Die Ergebnisse sind immer eine Überraschung“

Ein großes, schlichtes Kreuz, das von vielen Kerzen im Halbkreis umgeben ist, erinnert am Totensonntag an die Verstorbenen der Gemeinde. Ein großes Kreuz schmückt die Wand für die Winterkirche im Bonhoeffer-Gemeinde-Haus. Es ist eine gebeizte Einlegearbeit in gedeckten Farben. Außerdem entstanden Kreuze für die Kindertagesstätte St. Paulus, die Kinderkrippe Bethanien und den Eingangsbereich der neuen Senioren-Wohngemeinschaften des St. Sylvester-Stiftes. Im Pfarrbüro seiner Frau gibt es viele seiner Kreuzformen zu bestaunen. „Ich habe das nicht gelernt, das kommt von innen“, erklärt er. „Wenn ich Zeit und ein Stück Holz habe, bin ich weg. Die Ergebnisse sind immer eine Überraschung.“ Stundenlang vertieft er sich in seine sakralen Werke, vergisst dabei Zeit und Raum. Bei der kreativen Arbeit ist er tiefenentspannt und kann anschließend Familie und Freunde mit Unikat-Stücken erfreuen.


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