Mehr Begleitung gewünscht Quakenbrücker Hospizverein wirbt um Nachwuchs

Von Bernard Middendorf


Quakenbrück. Bei seiner Mitgliederversammlung hat der Hospizverein „Leben bis zuletzt“ festgestellt, dass in der Region Artland und Umgebung der Bedarf an Begleitung und Betreuung bei Sterbe- und Trauerfällen gestiegen ist.

Ansteigenden Bedarf an der Betreuung von Angehörigen und Trauerbegleitung gibt es laut Hospizverein „Leben bis zuletzt“ in der Region Artland und Umgebung – sicher eine Folge der intensivierten Arbeit und besseren Bekanntheit der gemeinnützigen Einrichtung. Die Mitgliederversammlung des Hospizvereins nahm erfreut zur Kenntnis, dass das Spendenaufkommen gestiegen ist. Der Vorstand wurde einstimmig im Amt bestätigt. Von 34 Sterbebegleitungen, viele über Monate, berichtete Koordinatorin Uli Michel, der in seiner Tätigkeit von Karin Hildebrand-Landwehr unterstützt wird. Außer dem Haus Bethanien, dem St.-Sylverster-Stift und dem Christlichen Krankenhaus Quakenbrück werde nun ebenfalls das Haus Lambertus in Berge betreut. Auch die Begleitung durch Angehörige nehme zu, berichtete Michel.

Schulungen für ehrenamtliche Helfer

Im Programm standen Schulung von Ehrenamtlichen, Zukunftswerkstatt, Supervision, Netzwerk- und Koordinatorinnentreffen. Für 2018 geplant sei unter anderem eine Ausweitung des Angebots, ein Seminar für verwaiste Eltern im Haus Ohrbeck und die Bewerbung bei der NDR-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Viel Arbeit für alle habe neben den Kernaufgaben Sterbe- und Trauerbegleitung der Umzug ins neue Domizil St. Sylvesterkirche 5 gebracht, betonte Erika-Schleef-Drünert. Die 1. Vorsitzende rief die Beteiligung am Weihnachtsmarkt in Erinnerung sowie einen erfolgreichen Tag der offenen Tür, die Adventsfeier, die neue Fortbildung Ehrenamtlicher und ein Mitarbeiter-Wochenende mit dem Thema „Wo nehmen wir unsere Energie her, um gut zu sein“. Ihr Dank ging an alle freiwilligen Helfer, namentlich an Paula Rautenstrauch, sowie an Unterstützer, Mitarbeiter, Vorstand und Mitglieder.

Vorstand einstimmig im Amt bestätigt

Von einem erfreulichen Spendenaufkommen und solider Kassenlage berichtete Schatzmeisterin Karin Mährlein. Pastor Lutz Schimmel sprach Dank für Einsatz, Kraft und Aufwand aus. Er leitete die Wahlen. Für ein weiteres Jahr sagte Eva-Maria Blanke zu. „Aus unserer zarten Pflanze ist ein Baum geworden“, warb die stellvertretende Vorsitzende um Nachwuchs. Einstimmig wiedergewählt wurden auch Ulla Seebaß und Irmgard Risch. Es tue gut, Wertschätzung, Vertrauen und Zusammenhalt zu spüren, bedankte sich Erika-Schleef-Drünert bei ihrem Team und den Mitgliedern. Sie schloss mit einem schwedischen Märchen, das zugleich nachdenklich und zuversichtlich stimmte.