Gemeindefest am 1. und 2. April Islamischer Kulturverein Quakenbrück plant Gebetshaus

Von Christian Geers

Auf diesem Grundstück an der Neulandstraße im Quakenbrücker Stadtteil Neustadt soll das Gebetshaus entstehen. Fotos: Christian GeersAuf diesem Grundstück an der Neulandstraße im Quakenbrücker Stadtteil Neustadt soll das Gebetshaus entstehen. Fotos: Christian Geers

Quakenbrück. Am Wochenende feiert der Islamische Kulturverein Quakenbrück sein Kermesfest. Es gibt viel zu probieren auf dem Gemeindefest. Der Verein möchte auch über den geplanten Bau seines Gebetshauses informieren.

Kermes, das klingt wie Kirmes, und ähnlich bunt und abwechslungsreich soll am Sonntag,1. April, und Montag, 2. April, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr, auch das Gemeindefest auf dem Königsberger Platz in der Quakenbrücker Neustadt aussehen. Das wünschen sich die Mitglieder des Islamischen Kulturvereins Quakenbrück, die die beiden Ostertage nutzen wollen, sich und ihren Verein der Öffentlichkeit vorzustellen. Das Plakat, das nicht nur im Internet, sondern an vielen Stellen im Stadtgebiet zu finden ist, macht Appetit auf mehr: Viele leckere Speisen, mal deftig, mal süß, werden von den Familien vorbereitet und serviert. Döner Kebab und andere Speisen, dazu Kaffee, Tee und Kuchen, für einen Imbiss ist während des Kermesfestes gesorgt. Für die Kinder gibt es ebenfalls genügend Abwechslung, damit keine Langeweile aufkommt. Mit den Vorbereitungen sind viele fleißige Hände schon beschäftigt.

Verein will sich „ins Gespräch bringen“

Für den Vorstand des Islamischen Kulturvereins ist das Kermesfest eine gute Gelegenheit, „sich wieder ins Gespräch zu bringen“, wie 2. Vorsitzender Ender Moumin und Sekretär Tzeylan Nouri im Gespräch mit unserer Redaktion betonen. Denn der Verein arbeitet mit Hochdruck daran, das wohl wichtigste Projekt zu vollenden: den Bau eines eigenen Gebetshauses. Hier hat der Verein, der nach eigenen Angaben etwa 60 Mitglieder zählt, in den vergangenen Monaten bereits wichtige Schritte unternehmen können. „Wir waren auf der Suche nach neuen Räumen“, berichtet Nouri. Eine Zeit lang konnte der Verein einen Teil des früheren Kynastgebäudes an der der Artlandstraße mieten. Als der Vertrag auslief, habe sich allerdings schnell der Wunsch ergeben, nicht erneut etwas zu mieten, sondern „etwas Eigenes“ zu schaffen: Ein Haus, das als Moschee ein Ort des Gebetes, aber auch ein Treffpunkt und Ort des Austausches für Muslime ist. Auch an das Umfeld hatte der Verein gewisse Ansprüche, es sollte ruhig gelegen sein und ausreichend Parkmöglichkeiten bieten.

Grundstück im Gewerbegebiet an der Neulandstraße gekauft

Am Ende entschied sich der Islamische Kulturverein, von der Stadt Quakenbrück ein Grundstück an der Neulandstraße zu erwerben. Das ist 2600 Quadratmeter groß und bietet beste Voraussetzungen für die Pläne, sagt Ender Moumin. Diplom-Ingenieur Fikret Kirnak entwarf das Konzept eines Gebetshauses mit gut 150 Quadratmetern Nutzfläche für Gebetsräume, Platz für Büros und anderes. „Die Baugenehmigung liegt inzwischen vor“, ergänzt der 2. Vorsitzende. Nun könnten die Vereinsmitglieder den Baubeginn kaum erwarten. Wenn alles klappt, soll der Grundstein nach dem Kermesfest gelegt werden.

Finanzierung ist eine Herausforderung

Allerdings: Eine Herausforderung ist die Finanzierung des Vorhabens, der Verein ist auf Sponsoren und Spenden angewiesen, um die Kosten zu stemmen. Beim Kermesfest wollen die Mitglieder das Bauprojekt vorstellen und weitere Spendengelder einwerben. „Darauf sind wir angewiesen“, so Tzeylan Nouri. Er und Ender Moumin sind optimistisch, weitere Unterstützer zu finden.

Der Islamische Kulturverein Quakenbrück stellt gerne Interessierten sein Projekt vor. Er ist zurzeit über E-Mail: cami-islam-kultur-e.v@web.de zu erreichen.