„Marktreyben“ Ende April 2018 Wenn in Nortrup das Mittelalter Einzug hält

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Kostümprobe: Während der Vorstellung des Programms des ersten „Marktreybens“ schlüpfen nicht nur die Veranstalter Bianca Kettrup-Bischof und Carsten Bischof (Mitte) in mittelalterliche Gewänder, auch Karl-Heinz Budke (Zweiter von links), Helmut Brunneke (rechts) und Hermann Krull streifen sich fürs Foto Umhänge über. Foto: Christian GeersKostümprobe: Während der Vorstellung des Programms des ersten „Marktreybens“ schlüpfen nicht nur die Veranstalter Bianca Kettrup-Bischof und Carsten Bischof (Mitte) in mittelalterliche Gewänder, auch Karl-Heinz Budke (Zweiter von links), Helmut Brunneke (rechts) und Hermann Krull streifen sich fürs Foto Umhänge über. Foto: Christian Geers

Nortrup. Auf der Wiese am Nortruper Heimathaus schlagen Ritter, Gaukler, Marketender, Wahrsager, Falkner und Händler ihre Zelte auf. Das Artlanddorf ist am Samstag, 28. April, und Sonntag, 29. April, Gastgeber des ersten „Marktreybens“.

Die Pläne für das Mittelalter-Spektakel auf dem Gelände am Heimathaus an der Hauptstraße haben Carsten Bischof und Bianca Kettrup-Bischof jüngst in Nortrup vorgestellt. In einem Gespräch mit Bürgermeister Karl-Heinz Budke, Hermann Krull vom Verein zur Erhaltung des Heimathauses (VEH) und Helmut Brunneke, Vorsitzender des Heimatvereins Nortrup, gaben die Inhaber des Veranstaltungsbüros Varus Marktschmiede in Bohmte nicht nur einen Überblick über das Programm, sondern inspizierten gleich das Veranstaltungsgelände. Ihr Eindruck: Das Gelände eignet sich hervorragend.

Zeitreise in die Vergangenheit

So viel steht schon fest: Zeitreisen sind am 29. und 30. April in Nortrup möglich. Aus der Moderne geht es Jahrhunderte zurück ins dunkle Mittelalter. Doch so düster wird es wohl nicht werden, eher bunt, ungewöhnlich, überraschend und spannend. Bisher haben sich 32 Gruppen und Aussteller angemeldet. Handwerker schlagen ihre Zelte auf, Händler, Marktschreier und Krämer sind darunter, die ihre Waren – Schmuck aus Bernstein und Knochen, Liköre, Holz- und Lederwaren, Textilien und anderes – feilbieten. Künstler gesellen sich dazu, ein Falkner ist dabei, während Wahrsagerin Kyra, die Allwissende, den Nortrupern die Zukunft voraussagt und Ede, der Bettler, übers Gelände streift. Für einen Imbiss ist natürlich auch gesorgt, Stände mit Namen wie „Zum fröhlichen Normannen“, „Zum dicken Mehlwurm“ und andere Garbrätereyen komplettieren das Angebot am Heimathaus. Für mittelalterliche Klänge ist gesorgt, zum Beispiel unterhält die Formation „Des Wahnsinns fette Beute“ die Besucher. Freuen dürfen sich die Nortruper nicht nur auf eine Feuershow zu Pferde, sondern auch auf mehrere Gruppen, die auf dem Gelände ihre Zelte aufschlagen. Sie zeigen zum Beispiel, wie Bauern vor Jahrhunderten gelebt haben.

Konzept: Zuschauen und Mitmachen

„Das sind Akteure aus der Region, die mit den Besuchern ins Gespräch kommen wollen“, sagt Bianca Kettrup-Bischof. So können sich Gäste wie einst die Ritter ein Kettenhemd überstreifen oder altes Handwerk ausprobieren. Das Konzept solcher Märkte aus Zuschauen und Mitmachen habe sich bewährt, so Carsten Bischof. Erfahrungen haben die Bohmter schon auf vielen Märkten gemacht, zuletzt im Februar beim Mittelalterlichen Wintermarkt in Herringhausen bei Bohmte. Das „Markttreyben in Nortrup“ beginnt am Samstag, 28. April, um 12 Uhr und endet – wenn Stimmung und Wetter gut sind – gegen Mitternacht. Am Sonntag, 29. April, ist das Schauspiel zwischen 11 und 18 Uhr zu bewundern. Erwachsene zahlen vier Euro/ermäßigt zwei Euro. Kinder bis 18 Jahre zahlen zwei Euro. Die Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 18 Jahre) kostet zehn Euro.


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