Ganz im Sinne des alten Raiffeisen 15.000 Euro für Bonnus-Geburtshaus in Quakenbrück

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Was einem allein nicht gelingt, das schaffen viele: Die Restaurierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses unterstützen Harald Lesch (von links), Peter Hohnhorst, Paul Gärtner, Reinhard Nannemann und Laura Schwarz. Foto: Ulrike HavermeyerWas einem allein nicht gelingt, das schaffen viele: Die Restaurierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses unterstützen Harald Lesch (von links), Peter Hohnhorst, Paul Gärtner, Reinhard Nannemann und Laura Schwarz. Foto: Ulrike Havermeyer

Quakenbrück. Mit einer Spende von 15.000 Euro unterstützen die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland zusammen mit der Volksbank Oldenburg die Restaurierung des Hermann-Bonnus-Geburtshauses in der Goldstraße 9.

Die Übergabe des symbolischen Schecks an Paul Gärtner, Vorsitzender des Trägervereins Hermann-Bonnus-Geburtshaus, und seinen Stellvertreter Peter Hohnhorst nutzten Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, und Reinhard Nannemann, Vorstandsmitglied der Volksbank Oldenburg, um sich vor Ort darüber zu informieren, wohin das gespendete Geld denn nun fließen wird.

Bitte Respekt vor der Barocktreppe!

Von den Vereinsvertretern ließen sie sich über die Baustelle und durch das alte Gemäuer aus dem späten 15. Jahrhundert führen, an und in dem derzeit die Handwerker schwer beschäftigt sind: Die alte Fachwerkfassade wird wieder hergestellt, die historische Bausubstanz im Erdgeschoss freigelegt und umgebaut. „Von außen ahnt man gar nicht, was für ein Schätzchen das ist“, weist Paul Gärtner seine Gäste auf die historische Bedeutung des denkmalgeschützten Dreiständerbaus hin. Und gemahnt mit einem Augenzwinkern, die originale Barocktreppe im Inneren des Hauses mit dem ihr gebührenden Respekt zu erklimmen. „Wir betreten die Stufen mit der entsprechenden Andacht“, flachst Reinhard Nannemann zurück – und zeigt sich wenige Höhenmeter später beeindruckt vom Flair der Geschichte. Ob über diese vom Bauschutt verstaubten Holzböden wohl dereinst der spätere Reformator Hermann Bonnus als quirliger Dreikäsehoch gekrabbelt ist?

Ein Zeichen gegenseitiger Unterstützung

„Wir sehen uns als Teil der Region und als Teil ihrer Geschichte“, betont Nannemann, „und darum ist es für uns besonders erfreulich, die Erhaltung und Restaurierung dieses historischen Gebäudes unterstützen zu können.“ Und Harald Lesch entdeckt während des Ausflugs in die Vergangenheit des Reformators und Wegbereiters der Ökumene spannende Parallelen zu Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Der Mitbegründer des nach ihm benannten Genossenschaftswesens, dessen Geburtstag sich in wenigen Wochen, am 30. März 2018, zum 200. Male jährt, habe stets den Grundsatz beherzigt: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Und so betrachtet unterstreiche die gemeinsame Spende der Volksbank und der VR-Stiftung in Verbindung mit dem Engagement des Trägervereins, der nach Angaben von Paul Gärtner zurzeit etwa 100 Mitglieder zähle, sehr anschaulich die von Raiffeisen angestrebte gegenseitige Unterstützung.


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