Die „schwarze Null“ steht Badberger Gemeinderat verabschiedet Haushalt

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Etwas mehr als ein paar Cent - nämlich exakt 66 Euro - beträgt der Überschuss im Badberger Gemeindehaushalt für 2018. Symbolfoto: Michael GründelEtwas mehr als ein paar Cent - nämlich exakt 66 Euro - beträgt der Überschuss im Badberger Gemeindehaushalt für 2018. Symbolfoto: Michael Gründel

Badbergen. Mit den Stimmen von CDU, UWG und FDP hat der Badberger Gemeinderat in einer Marathonsitzung am Montagabend den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Zwar kann die Gemeinde einen ausgeglichenen Etat vorweisen, doch die Freude hielt sich bei der Opposition in Grenzen.

Exakt 66 Euro beträgt der prognostizierte Überschuss im Ergebnishaushalt, in dem den Erträgen in Höhe von 3,52 Millionen Euro Ausgaben von fast derselben Höhe gegenüberstehen. Vor der Ratssitzung hatte der finanzielle Puffer sogar mehr als 1500 Euro betragen, doch diese Summe soll nun für die Wiederinstandsetzung der maroden Brücke über den Diekbach verwendet werden, dass sie für Fußgänger und Radfahrer wieder passierbar ist. Werner Meier (UWG) hatte erklärt, dass die Instandsetzung der Querung für 1500 Euro realisierbar sei, wenn sich eine ehrenamtliche Initiativgruppe darum kümmern würde. Und so waren sich alle 15 Ratsmitglieder einig, dieses Geld bereitzustellen. Es war nach mehr als drei Stunden Sitzungsdauer mit teilweise hitzigen Debatten der erste einstimmige Beschluss.

Bußmeyer: Schrecken vor großen Investitionen nicht zurück

Rund 1,53 Millionen Euro will die Gemeinde in diesem Jahr in Grundstückskäufe, Breitbandausbau, Erschließung von Gewerbegebieten, die Beleuchtung an der Bundesstraße 68 und die Ausweitung der Beleuchtung an der Matschenstraße investieren. Zur Finanzierung der Investitionen muss die Gemeinde Kredite in Höhe von 109.240 Euro aufnehmen. Gerade die große Investitionssumme von 750.000 Euro, die unter anderem für die Erschließung des Gewerbegebietes an der Niedersachsenstraße benötigt werde, zeige, „dass wir auch vor großen Investitionen nicht zurückschrecken“, sagte die Fraktionsvorsitzende Katherina Bußmeyer für die CDU/FDP/UWG-Gruppe, „wir versuchen stets zukunftsorientiert und zeitnah zu arbeiten und denken immer daran, wie Badbergen am besten weiterkommen kann.“

Szymanski: Haushalt ist perspektivlos

Michael Szymanski als Fraktionsvorsitzender der SPD/Grünen-Gruppe kritisierte hingegen die Planungen der Mehrheitsgruppe. Die Fläche im Einmündungsbereich Esslinger Heide/Bahnhofstraße, die offenbar für Gewerbeansiedlung gekauft werden soll, habe der vorherige Rat als zu teuer befunden. Stattdessen seien 300 Meter weiter Gewerbeflächen vorbereitet worden. „Somit ist in bester Gewerbelage eine ausreichende Fläche im Angebot vorhanden“, betonte Szymanski, der Bürgermeister Tobias Dörfler vorwarf, mit dem Haushaltsentwurf nur den Status quo zu verwalten. Keine Maßnahme aus dem Dorfentwicklungsplan, für die auch noch Fördermittel generiert werden könnten, würden umgesetzt, bemängelte er. Der Haushalt sei „aufgrund seiner Perspektivlosigkeit abzulehnen“.


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