Samtgemeinde Artland ist Bauherr Entwurf für neue Quakenbrücker Kita soll bis Mai vorliegen

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Viel Platz: Auf dem Bahngelände in Quakenbrück soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Foto: Marcel BrockschmidtViel Platz: Auf dem Bahngelände in Quakenbrück soll eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Foto: Marcel Brockschmidt

Quakenbrück. Im ersten Quartal 2020 soll auf dem früheren Bahngelände in der Stadt Quakenbrück eine neue Kindertagesstätte stehen. Mitte Mai will der Bildungsausschuss der Samtgemeinde Artland über einen ersten Entwurf samt Kostenschätzung beraten. Für die Kommune ist es eine Premiere.

Fünf Monate nach dem Beschluss des Artländer Samtgemeinderates, im Sanierungsgebiet „Bahnflächen“ in Quakenbrück eine Kindertagesstätte zu bauen, hat die Verwaltung erste Gespräche mit dem Kirchenkreis Bramsche geführt und einen ersten Zeitplan bis zur geplanten Eröffnung im Zeitraum Januar bis März 2020 erarbeitet. Diesen stellte Fachbereichsleiter Heinz Korte im Ausschuss für Bildung, Familie und Vereine vor.

Kirchenkreis Bramsche wird Träger der Kita

Der Stand der Dinge: Ende September 2017 beschloss der Samtgemeinderat den Bau einer dreigruppigen Kindertagesstätte auf dem Bahngelände. Das Grundstück soll ausreichend groß sein, damit bei Bedarf eine Erweiterung möglich ist. Mitte Dezember stimmte der Rat nach kontroverser Debatte mit knapper Mehrheit dafür, den Kirchenkreis Bramsche mit der Trägerschaft der geplanten Kita zu betrauen. Weitere Entscheidungen: Die Kommune kauft der Stadt Quakenbrück das erforderliche Grundstück ab und baut das Gebäude in enger Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Bramsche. Dessen Architekt soll die Pläne für die Kita in Abstimmung mit der Kommune, die Bauherr ist, erarbeiten, stellt die Kosten dafür aber nicht in Rechnung. Nach Fertigstellung übergibt die Samtgemeinde Artland das Gebäude an den Träger.

Ratsmitglieder auf Besichtigungstour

Inzwischen hat die Verwaltung nach den Worten des zuständigen Fachbereichsleiters Heinz Korte ein Gespräch mit dem Kirchenamt Osnabrück geführt. Hier stehe der Abschluss eines Vertrages zwischen Kommune und Kirchenkreis Bramsche an, der die Zusammenarbeit zum Bau der Kindertagesstätte regelt. Vor gut drei Wochen besichtigten Ratsmitglieder die neuen Kindertagesstätten in Alfhausen, Ankum und Bersenbrück, um sich über die Ausstattung der Einrichtungen und die Möglichkeiten bei der Gestaltung einen Überblick zu verschaffen. „Das Thema ist ja für uns relativ neu“, sagte Korte, denn bisher habe die Samtgemeinde Artland noch keine Kindertagesstätte gebaut.

Samtgemeinderat entscheidet über Größe und Ausstattung

Die Aufgabe: Die vielen Ideen und Anregungen bei der Bereisung, aber auch die gesetzlichen Vorschriften und Standards, die beim Bau einer Kita zu beachten sind, sollen nun in einen ersten Entwurf, den sogenannten Raumplan, einfließen. Darin werden die Anzahl und Größe der benötigen Gruppen- und Funktionsräume sowie die Ausstattung festgelegt. Ziel solle sein, „dass die neue Kita den aktuellen und künftigen Herausforderungen an bedarfsgerechter Kinderbetreuung gerecht wird“, erläuterte Heinz Korte. Vorgelegt werden soll ein Entwurf, der einen Vergleich ermögliche zwischen der im Kindertagesstättengesetz von 1992 vorgegebenen Standardausstattung, einer zeitgemäßen Ausstattung und einer pädagogisch hochwertigen Lösung. „Das Kita-Gesetz aber bildet längst nicht mehr alle Entwicklungen ab“, so der Fachbereichsleiter. Über diesen Raumplan solle der Ausschuss im Mai zunächst diskutieren. „Über dessen Umfang – und damit das Aussehen der neuen Quakenbrücker Kita – entscheidet am Ende der Artländer Samtgemeinderat.“

Baubeginn im Jahr 2019

Der Zeitplan: Bis Mitte September soll der Kirchenkreis Bramsche auf Grundlage der Wünsche einen konkreten Entwurf vorlegen und auch die voraussichtlichen Kosten ermitteln. Das ist erforderlich, damit die Samtgemeinde Artland das Geld im Etat 2019 einplanen kann. „Wobei Kostenschätzungen keine Ausschreibungsergebnisse sind“, so Korte. Angesichts einer boomenden Baukonjunktur stiegen die Preise im Hoch- und Tiefbau, „in einem halben Jahr können wir da ganz andere Zahlen haben“. In seiner Dezember-Sitzung könnte der Quakenbrücker Stadtrat das erforderliche Bebauungsplanverfahren für die Bahnfläche abschließen und der Bauantrag für die Kindertagesstätte beim Landkreis Osnabrück eingereicht werden. Baubeginn könnte zwischen Januar und April 2019 sein.

Verwaltung soll sämtliche Varianten vorlegen

Die Samtgemeinde Artland geht davon aus, dass nach heutigem Stand eine dreigruppige Kita mit optionaler Erweiterungsmöglichkeit ausreichend ist. Die Kommune hatte 2016 beschlossen, für 45 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze vorzuhalten und für 95 Prozent der Drei- bis Sechsjährigen. Sollte es bei den Drei- bis Sechsjährigen wegen der vom Land angekündigten Beitragsfreiheit damit zu einer 100-Prozent-Nachfrage kommen, „so gehen wir davon aus, das auffangen zu können“, erläuterte Korte.

Die Diskussion: Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich einig, dass sämtlichen Varianten bei der Ausstattung der neuen Kindertagesstätte samt Kosten ermittelt werden müssten. Ein Beispiel: So könnte die Größe eines Gruppenraumes so bemessen werden, dass dieser nicht nur als Krippe, sondern auch für eine Regel- oder Integrationsgruppe genutzt werden kann.


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