Weitere Flächen angekauft Nortruper Unternehmen Delkeskamp auf Wachstumskurs

Von Jürgen Ackmann

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Auf Wachstumskurs: Delkeskamp. Foto: DelkeskampAuf Wachstumskurs: Delkeskamp. Foto: Delkeskamp

ja/pm Nortrup. Die Delkeskamp Verpackungswerke stellen sich für die Zukunft auf. Dazu gehört unter anderem der Ankauf von Flächen und Gebäuden an den Standorten in Hannover und Nortrup für Logistik, Produktion sowie Verwaltung.

Auch weitere Investitionen in den Maschinen- und Fuhrpark sind vorgesehen. Hinzu kommt eine Zusammenarbeit mit der Demografie Agentur des Landes Niedersachsen. Ein Überblick. Die Unternehmensgruppe mit Standorten in Nortrup, Hannover und Odry (Tschechien) und den Geschäftsfeldern Papier, Wellpappe und Schaumstoff habe für die Jahre bis 2021 klare Vorstellungen, was ihre Vision anbelangt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ein Aspekt sei die Zertifizierung als „demografiefestes Unternehmen“, um so die strategisch wichtige „Arbeitgeberattraktivität“ zu steigern. Aus diesem Grunde haben Geschäftsleitung und Betriebsräte beschlossen, ein entsprechendes Projekt in diesem Jahr anzugehen – vor allem auch mit Blick auf 2021, denn dann wird Delkeskamp 125 Jahre alt. „Der Fokus liegt unter anderem auch auf Themen wie der Steigerung der Arbeitszufriedenheit in der Belegschaft “, erläutert Stefan Delkeskamp als geschäftsführender Gesellschafter.

Im Bereich Papier läuft es gut

Zur geschäftlichen Entwicklung: Die ist derzeit für das Geschäftsfeld Papier gut. Es profitierte im Jahr 2017 von der angespannten Versorgungssituation bei Wellpappenrohpapieren für die Verpackungsindustrie. War Delkeskamp hier zu Beginn des Jahres noch davon ausgegangen, dass zusätzlich an den Markt kommende Produktionskapazitäten zu einer Entlastung führen würden, konnten diese bei boomender Wirtschaft nicht einmal den Bedarf vieler Kunden decken. Auch für das Jahr 2018 erwartet Delkeskamp keine gravierenden Veränderungen, sodass sich das gute Ergebnis des Geschäftsfeldes Papier gegenüber 2017 noch einmal verbessern werde, so das Unternehmen. Beim Geschäftsfeld Wellpappe hingegen mussten die Mengenziele 2017 leicht zurückgenommen werden. Belastend sei die Entwicklung der Verkaufspreise, die bei Weitem nicht die drastisch gestiegenen Rohstoffkosten der Papierindustrie kompensieren konnten, so das Unternehmen. Für 2018 erwartet der Verband der deutschen Wellpappenindustrie allerdings ein deutliches Mengenwachstum von bis zu 3,9 Prozent. Auf dieser Basis sollte sich im Markt eine deutliche Verbesserung der Verkaufspreise umsetzen lassen.

„Interne Prozessabläufe optimieren“

Die im Geschäftsfeld Schaumstoffe für 2017 erwarteten Absatzsteigerungen konnten nicht ganz realisiert werden. Auslöser dafür waren fehlende Produktionskapazitäten, die nicht zeitnah aufgebaut werden konnten. Für 2018 werde jedoch eine leicht wachsende Nachfrage erwartet. „Unsere umfangreichen Investitionen der Vergangenheit versetzen uns jetzt in die Lage, unsere internen Prozessabläufe zu optimieren“, betont Stefan Delkeskamp. So seien in den beiden Wellpappenwerken Nortrup und Hannover in den vergangenen Jahren bis zu 30 Millionen Euro in Maschinenpark und Infrastruktur investiert worden, sodass sich auch hier die Technik auf hohem Niveau befinde. Das Schaumstoffwerk Nortrup erhalte zudem im Frühjahr zwei zusätzliche Schäumautomaten und einen weiteren Vorschäumer zur Aufbereitung des Rohstoffes. Damit nicht genug. Der mehr als zehn Jahre währende Versuch, weitere Industrieflächen am Standort Hannover zu erwerben, habe nun endlich zum Abschluss mit der Stadt geführt. Auf ihnen solle nun ein Logistikzentrum mit Hochregallager und bis zu 20.000 Stellplätzen entstehen.

Erster Megaliner erreicht bald Nortrup

Im Artland stehe unterdessen der Erwerb von neuen Flächen im Gewerbegebiet Nortrup „Am alten Sportplatz“ kurz vor dem Abschluss. Hier wolle das Unternehmen durch zusätzliche Verarbeitungskapazitäten Kleinserien und wettbewerbsfähige Verpackungen erzeugen und diese auch gleich dort Kommissionieren. Darüber hinaus soll es zum Ausbau logistischer Aktivitäten in speziell entwickelten Konzepten mit einer Reihe von Kunden kommen, in deren Verlauf Prozesse auf beiden Seiten verschlankt werden sollen. Auch einer der ersten Lang-Lkw (Megaliner) tritt demnächst seine Reise nach Nortrup an. Nicht zuletzt sei der Kauf des ehemaligen Gebäudes der Kreissparkasse Bersenbrück gegenüber der firmeneigenen Hauptverwaltung in Nortrup ein Schritt in zusätzliche Verwaltungskapazitäten möglicher neuer Tochtergesellschaften. „Wir haben nicht vor, eine Bank zu gründen“, versichert Stefan Delkeskamp, „freie Liquidität wird bei uns in das Unternehmen zurück investiert.“


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