40 neue Mitglieder dazugewonnen FDP-Kreisparteitag in Nortrup bestätigt Seestern-Pauly

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Der neugewählte Vorstand des FDP Kreisverbands Osnabrück-Land (von links): Sebastian Bergmeyer (Schriftführer), Gerhard Barmeier (1. stellvertretender Kreisvorsitzender), Markus Steinkamp (Kreisschatzmeister), Rieke Diersing-Espenhorst (2. stellvertretende Kreisvorsitzende), Matthias Seestern-Pauly (Kreisvorsitzender) und Daniel Eling (3. stellvertretender Kreisvorsitzender). Foto: Ulrike HavermeyerDer neugewählte Vorstand des FDP Kreisverbands Osnabrück-Land (von links): Sebastian Bergmeyer (Schriftführer), Gerhard Barmeier (1. stellvertretender Kreisvorsitzender), Markus Steinkamp (Kreisschatzmeister), Rieke Diersing-Espenhorst (2. stellvertretende Kreisvorsitzende), Matthias Seestern-Pauly (Kreisvorsitzender) und Daniel Eling (3. stellvertretender Kreisvorsitzender). Foto: Ulrike Havermeyer

Nortrup. Eindeutiger geht es nicht: Mit 35 Ja- bei 35 abgegebenen Stimmen haben die Mitglieder des FDP Kreisverbands Osnabrück-Land am Sonntag ihren Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Matthias Seestern-Pauly beim Kreisparteitag in Nortrup in seinem Amt bestätigt.

Der Bundestagsabgeordnete aus Bad Iburg blickte, allen Unkenrufen wegen der abgebrochenen Jamaika-Verhandlungen zum Trotz, auf ein „sehr erfolgreiches Jahr“ für die Freien Demokraten zurück – und äußerte mit Blick auf Berlin doch einige Verwunderung. Allerdings nicht darüber, dass die SPD-Basis am Wochenende dem Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU zugestimmt hat – „Das ist im Endeffekt wenig überraschend“, so Seestern-Pauly – seine Kritik galt vielmehr den Christdemokraten. „Die CDU zeigt sich inhaltlich sehr, sehr, sehr flexibel“, erinnerte er daran, dass sich einige Punkte in den Sondierungsgesprächen zwischen FDP und CDU vonseiten der Christdemokraten „als nicht verhandelbar“ erwiesen hätten, die nun mit den Sozialdemokraten „plötzlich doch möglich“ seien. Bei der Vergabe der Ministerien zeige sich zudem, dass die CDU „zu einem Ausverkauf ihrer Gestaltungsmöglichkeiten bereit ist“.

Sich klar von der AfD abgrenzen

Die Bundestagsfraktion der FDP bereite sich nun „auf eine konstruktive Oppositionspolitik“ vor, kündigte Seestern-Pauly selbstbewusst an. Gegenüber der AfD und ihren „oft sehr plump“ gestellten Anträgen, denen „bisher jedes Mal die Idee fehlt, wie man es besser machen könnte“, müssten sich die Freien Demokraten klar abgrenzen. „Da wird es von uns keinerlei aktive Zusammenarbeit geben“, betonte der alte und neue Kreisvorsitzende. Dem Rechtspopulismus der AfD könne die FDP statt mit der „Nazikeule“ effektiver und nachdrücklicher begegnen, indem sie eigene, konstruktive Lösungsansätzen präsentiere.

Enorme Präsenz im Wahlkampf

Auch auf Kreisebene habe die FDP erfolgreich gearbeitet, betonte Seestern-Pauly und verwies auf die „enorme Präsenz“ sowohl im Landtags- als auch im Bundestagswahlkampf. Im vergangenen Jahre seien dem Kreisverband 40 neue Mitglieder beigetreten. Als einziger Antrag des Kreisvorstands stand die Forderung der FDP nach bundesweit einheitlichen Standards für medizinische Untersuchungen (wie beispielsweise die Röntgenanalyse der Handgelenksknochen) auf der Tagesordnung, die im Zweifelsfall angewendet werden können, wenn es darum geht, das Mindestalter von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen zu bestimmen. Einstimmig votierten die Mitglieder für den Antrag, über den als nächstes auf Bezirks- und dann weiter auf Landesebene entschieden werden soll.

Ergebnisse der Vorstandswahlen

Die weiteren Ergebnisse der Vorstandswahlen: Gerhard Barmeier aus Melle (1. stellvertretender Kreisvorsitzender); Rieke Diersing-Espenhorst aus Nortrup (2. Stellvertretende Kreisvorsitzende); Daniel Eling aus Wallenhorst (3. Stellvertretender Kreisvorsitzender); Markus Steinkamp aus Wallenhorst (Kreisschatzmeister); Sebastian Bergmeyer aus Hagen(Schriftführer).


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