Ausschuss stimmt Antrag zu Das Artland soll einen Seniorenbeauftragten bekommen

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Laut Statistik sind bereits heute mehr als 20 Prozent der Bürger in der Samtgemeinde Artland über 60 Jahre alt. Das Artländer Seniorenforum hat deshalb die Samtgemeinde Artland aufgefordert, einen ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten zu berufen. Symbolfoto: dpaLaut Statistik sind bereits heute mehr als 20 Prozent der Bürger in der Samtgemeinde Artland über 60 Jahre alt. Das Artländer Seniorenforum hat deshalb die Samtgemeinde Artland aufgefordert, einen ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten zu berufen. Symbolfoto: dpa

Quakenbrück. Die Samtgemeinde Artland soll einen ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten bekommen. Der Wunsch des Artländer Seniorenforums stieß bei den Mitgliedern des Fachausschusses auf offene Ohren.

Die Belange der Senioren in den vier Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Artland sollen künftig von einem Seniorenbeauftragten vertreten werden. Einstimmig hat der Ausschuss für Bildung, Familie und Vereine dem Samtgemeinderat empfohlen, diese Stelle zu schaffen und öffentlich auszuschreiben.

Die Initiative war laut Fachbereichsleiter Heinz Korte vom Artländer Seniorenforum ausgegangen. Als Begründung führte der Verein an, dass die demografische Entwicklung auch im Artland dazu führe, „dass immer mehr Menschen im fortgeschrittenen Alter vor der Frage stehen, wie sie den entstehenden Unterstützungsbedarf sicherstellen“. Die damit im Zusammenhang stehenden Fragen überforderten viele. Erschwerend komme hinzu, dass nicht überall Angebote und Hilfestellungen für Senioren vorhanden seien, ist dem Schreiben des Artland-Seniorenforums zu entnehmen.

Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Senioren

Der Seniorenbeauftragte sollte ehrenamtlich, überparteilich und überkonfessionell als Ansprechpartner in Seniorenfragen tätig sein und Ratssuchenden Hilfestellungen geben, zum Beispiel beim Ausfüllen von Anträgen oder bei der Vermittlung von Beratungs- und Koordinierungsstellen. Der Verweis auf professionelle soziale Dienste und zuständige Verwaltungsstellen solle ein weiteres Aufgabenfeld sein, der Seniorenbeauftragte als Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Senioren tätig sein. Außerdem soll er bei allen Anliegen und Interessen der Senioren gehört werden.

In ihrer Vorlage kommt die Samtgemeindeverwaltung zu der Empfehlung, dass ein Seniorenbeauftragter „ein weiterer Schritt in Richtung einer bedarfsgerechten kommunalen Daseinsvorsorge wäre“. Laut Statistik seien bereits mehr als 20 Prozent der Bürger in der Samtgemeinde Artland über 60 Jahre alt, „Tendenz steigend“, wie Heinz Korte im Ausschuss erläuterte. Der Seniorenbeauftragte könnte als Netzwerker mit in der Seniorenarbeit tätigen Verbänden, Akteuren und Organisationen eine Bereicherung und Ergänzung der sozialen Einrichtungen sein. Eine Aufgabe sieht der Fachbereichsleiter auch im Aufbau eines „niedrigschwelligen Beratungsangebots“ für die ältere Generation. „Das ist ein bunter Strauß von Themen – von der Gesundheitsvorsorge bis zur Pflege“, sagte der Fachbereichsleiter.

Stellenausschreibung soll viele Interessenten ansprechen

Vorstellbar seien Sprechstunden im Mehrgenerationenhaus Quakenbrück (MGH), das als zentrale Einrichtung für Gemeinwesenarbeit auch viele Angebote für Senioren anbiete. Sprechstunden seien, so Korte, je nach Nachfrage und Bedarf auch in den Mitgliedsgemeinden Badbergen, Menslage und Nortrup denkbar. Gesucht werde eine „kontaktfreudige und lebenserfahrene Persönlichkeit“ mit einem Interesse an diesen Themen. Grundlegende Kenntnisse zum Beispiel in rechtlichen Dingen würden nicht vorausgesetzt, stellte er in der Sitzung klar. Die Stellenausschreibung solle möglichst so formuliert werden, dass sich möglichst viele Bewerber meldeten. Über die Besetzung der Stelle entscheide der Samtgemeinderat. Die Verwaltung schlägt außerdem vor, dass der Seniorenbeauftragte als beratendes Mitglied an den Sitzungen des Ausschusses für Familie, Bildung und Vereine teilnimmt und eine monatliche Aufwandsentschädigung von 100 Euro erhält.

Entscheidung im Artländer Samtgemeinderat am 15. März

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, den Antrag des Artländer Seniorenforums zu unterstützen. Während Gertrud Kater (CDU) sich wünschte, dass der oder die Seniorenbeauftragte auch Präsenz in den Mitgliedsgemeinden zeige, riet Gerd Beckmann (SPD), bei der Besetzung auch auf die Kompetenzen des Artländer Seniorenforums zurückzugreifen. Ob die Samtgemeinde Artland das Amt eines ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten einführt oder nicht, entscheidet am Donnerstag, 15. März, der Artländer Samtgemeinderat.


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