Alle Verfahrensziele erreicht Flurbereinigung Nortrup feierlich abgeschlossen

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Flure bereinigt, Eigentümer zufrieden: Das 2001 eingeleitete Verfahren ist jetzt offiziell beendet. Ziele waren die Zusammenlegung des zersplitterten land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzes sowie die umfassende Sanierung des ländlichen Straßen- und Wegenetzes . Foto: Amt für regionale LandesentwicklungFlure bereinigt, Eigentümer zufrieden: Das 2001 eingeleitete Verfahren ist jetzt offiziell beendet. Ziele waren die Zusammenlegung des zersplitterten land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzes sowie die umfassende Sanierung des ländlichen Straßen- und Wegenetzes . Foto: Amt für regionale Landesentwicklung

Nortrup. Mit einer positiven Bilanz ist das vereinfachte Flurbereinigungsverfahren Nortrup abgeschlossen worden. Alle Ziele seien in vollem Umfang erreicht worden, heißt es vonseiten des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) aus Osnabrück.

In einer Feierstunde in der Gaststätte Blome „Zur Bauernschänke“ hat jetzt die Abschlussveranstaltung des vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens Nortrup stattgefunden. Das berichtet das ArL in einer Pressemitteilung. Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Hinrich Diersing-Espenhorst, und Friedrich Völler von der Flurbereinigungsbehörde ließen das Verfahren Revue passieren. Beide Akteure bedankten sich bei den Mitgliedern des Vorstandes und betonten den erfolgreichen Verlauf des Verfahrens sowie die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stellen im ländlichen Raum. Letztlich seien alle Ziele des Verfahrens in vollem Umfang erreicht worden.

Rund 400 Grundstückseigentümer beteiligt

Die Flurbereinigung wurde im Jahr 2001 eingeleitet. Intensive Vorgespräche fanden bereits einige Jahre vorher statt. An dem etwa 2490 Hektar großen Verfahren waren rund 400 Grundstückseigentümer beteiligt. Vorrangige Ziele waren die Zusammenlegung des zersplitterten land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitzes sowie die umfassende Sanierung des ländlichen Straßen- und Wegenetzes. Nutzungskonflikte, die sich zum einen durch die an die EU gemeldeten FFH-Gebiete „Artländer Bäche“ und zum anderen durch die Bauleitplanung der Gemeinde Nortrup ergaben, wurden aufgelöst. Für das Verfahren wurden Ausführungskosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro benötigt. Die Bereitstellung der Gelder erfolgte über Zuschüsse der EU, des Bundes und des Landes sowie über Eigenleistungsanteile der Gemeinde, der Samtgemeinde und der betroffenen Grundstückseigentümer. Franz-Georg Gramann, der in Vertretung des Bürgermeisters Karl-Heinz Budke für die Gemeinde sprach, wies darauf hin, dass die Gemeinde Nortrup einen Anteil von einer Million Euro beigesteuert habe.

46 Kilometer ländliches Wegenetz ausgebaut

Durch den Ausbau des ländlichen Wegenetzes konnte die Erschließung der landwirtschaftlichen Gehöfte und Nutzflächen verbessert werden. Die Bilanz lautet: Wegeausbau auf etwa 46 Kilometern vorhandenen Samtgemeinde- und Gemeindestraßen und -wegen mit einem Kostenvolumen von 3,9 Millionen Euro. Im Verfahrensgebiet konnte der teils stark zersplitterte Grundbesitz der landwirtschaftlichen Betriebe großzügig zusammengelegt werden. Die Nutzflächen der landwirtschaftlichen Betriebe konnten erheblich vergrößert und damit der Bewirtschaftungsaufwand der Flächen verringert werden. Durch ein umfangreiches Bodenmanagement konnte für die ortsansässige Firma Kemper Wurstwaren eine rund 20 Hektar große Erweiterungsfläche bereitgestellt werden. Ebenfalls durch Flächenmanagement konnten die Landnutzungskonflikte, die sich durch die Benennung der „Bäche im Artland“ zum FFH-Gebiet ergeben hatten, aufgelöst werden. Mit der Revitalisierung des Reitbaches auf einer Länge von 4,3 Kilometern und einer bereitgestellten Fläche von elf Hektar wurde für Kompensationsmaßnahmen der Gemeinde ein erheblicher Beitrag zur Sicherung des Naturhaushaltes geleistet.


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