Nicht nur Frauen betroffen Ausstellung über Altersarmut in Quakenbrück eröffnet

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Eröffneten die Ausstellung: Claus Peter Poppe, Ann Kristin Schneider und und Marianne van Beuning (von links), Leiterin des Mehrgenerationenhauses Quakenbrück. Foto: Samtgemeinde ArtlandEröffneten die Ausstellung: Claus Peter Poppe, Ann Kristin Schneider und und Marianne van Beuning (von links), Leiterin des Mehrgenerationenhauses Quakenbrück. Foto: Samtgemeinde Artland

Quakenbrück. Altersarmut ist nicht nur ein Frauenthema. Eine Ausstellung im Mehrgenerationenhaus in Quakenbrück macht das deutlich.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Vorsicht Falle(n) – Altersarmut: Nein Danke!“ in Quakenbrück herrschte Konsens: Das Thema Altersarmut geht alle etwas an. Der Abend im Mehrgenerationenhaus zeigte darüber hinaus, dass man sich dem Thema auch unkonventionell nähern kann.

Poppe: Für Gerechtigkeit und Gleichstellung einsetzen

Vertreter aus der Politik und aus dem Präventionsrat Quakenbrück sowie Interessierte kamen im Mehrgenerationenhaus zusammen, um die Werke der Schüler des Berufskollegs für Gestaltung und Technik in Aachen zum Thema zu würdigen. „Altersarmut geht uns alle etwas an“, sagte Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe, der die Veranstaltung mit der Gleichstellungsbeauftragten Ann Kristin Schneider eröffnete. „Wir sind alle gefordert, uns für Gerechtigkeit und Gleichstellung stark zu machen“, appellierte er. Weshalb Altersarmut Frauen besonders häufig treffe, machte Ann Kristin Schneider deutlich: „Noch immer leisten Frauen etwa eineinhalb Mal so viel Sorgearbeit wie Männer. Insgesamt sind sie in ihrem Leben fast doppelt so lange ohne bezahlte Arbeit.“ Neben Erwerbsunterbrechungen für die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen seien auch Teilzeit- und Minijobs häufige Ursachen für Altersarmut, so Schneider. Aber auch viele Selbstständige, Langzeitarbeitslose und Niedrigverdienende seien einem erhöhten Armutsrisiko im Alter ausgesetzt.

Schneider: Thema gehört in den Fokus der Öffentlichkeit

„Armut ist häufig mit Scham belegt – gerade deswegen ist es so wichtig, dass wir das Thema in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit holen“, erklärte Ann Kristin Schneider in ihrer Ansprache. Die Ausstellung, die ursprünglich vom Gleichstellungsbüro Aachen initiiert und finanziert wurde, schafft dies auf provokante Weise und soll damit auch gerade junge Menschen ansprechen. Dass man sich dem Thema durchaus auch mal von einer humorvollen Seite nähern darf, zeigten die Improvisationstheatergruppe „Improteus“ aus Osnabrück.


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