Viele Mitarbeiter krank Grippewelle sorgt für Personalnot in Quakenbrücker Klinik

Von Christian Geers

Im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) sorgt eine Grippewelle zurzeit für einen Personalengpass. Foto: Josef Pohl/ArchivIm Christlichen Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) sorgt eine Grippewelle zurzeit für einen Personalengpass. Foto: Josef Pohl/Archiv

Quakenbrück. Eine grassierende Grippewelle macht auch vor einem Krankenhaus nicht halt: In der Psychiatrischen Klinik des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück (CKQ) haben sich am Freitagmorgen ungewöhnliche viele Mitarbeiter des Pflegepersonals krankgemeldet. Ärzte und Klinikleitung reagierten umgehend, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen.

„Wir haben die Lage im Griff“, stellte Geschäftsführer Heinrich Titzmann am Freitagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion fest. Infiziert mit dem Grippevirus hatten sich nach seiner Darstellung offenbar nicht nur Mitarbeiter des Pflegepersonals der Psychiatrischen Klinik im Haus 2 des Quakenbrücker Krankenhauses, sondern auch einige Patienten auf der Station.

„Wir haben am Freitagmorgen angesichts der begrenzten Personalressourcen geschaut, was zum Schutz der Patienten und zu deren medizinischer Versorgung zu tun ist.“ Das sei in Absprache mit Ärzte- und Pflegepersonal, aber auch mit für die Hygienefragen zuständigen Experten geschehen. Danach sei die Entscheidung gefallen, dass Patienten, die nicht mit dem Grippevirus infiziert seien und bei denen auch eine ambulante psychiatrische Behandlung möglich sei, nach Hause entlassen worden seien. Patienten, die allerdings unbedingt einer stationären Behandlung bedürften, würden selbstverständlich weiterhin im Krankenhaus betreut, so Titzmann.

Titzmann: Lücke wurde so gut es ging geschlossen

„Und diejenigen von ihnen, die sich mit dem Grippevirus angesteckt haben, sind in einem separaten Teil der Station untergebracht worden.“ Das erleichtere auch die Pflege und Betreuung angesichts des begrenzten Personals, erläuterte er. Um den plötzlichen Engpass an Pflegekräften im Krankenhaus zu überwinden, habe die Klinik auch auf Schüler der Krankenpflegeschule zurückgreifen können. „Wir haben die Lücke so gut es ging zu schließen versucht“, bilanzierte Heinrich Titzmann. „Da ist vorbildlich gehandelt worden.“

Mit dieser Lösung will das CKQ auch über das Wochenende kommen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht hat und sich in der kommenden Woche schnell der Normalbetrieb wieder einstellt. „Aber sicher wissen wir das auch nicht“, sagte der Geschäftsführer.