Tourismus-Experten bilden aus Wer möchte als Hasetaler Gästeführer aktiv werden?

Von Alexandra Lüders

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Viel zu entdecken gibt es im Artland, das für seine Bauernhofkultur bekannt ist.

            

              
                Foto: Christian GeersViel zu entdecken gibt es im Artland, das für seine Bauernhofkultur bekannt ist. Foto: Christian Geers

Löningen/Altkreis Bersenbrück. Rund 25 potenzielle Gästeführer informierten sich bei Regionalmanager André Grotjann und Friedrich Reuter von der Ländlichen Erwachsenenbildung Oldenburg über das Qualifizierungskonzept des Fortbildungsangebots.

Die von dem Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal geförderte Maßnahme hat Teilnehmer aus dem Artland, dem Landkreis Emsland und dem Alten Amt Löningen angelockt, die eine Aufgabe nach der Familienphase, eine neue berufliche Herausforderung oder eine Betätigung im Ruhestand suchen. „Das Interesse ist sehr groß, und es sind überraschend viele Herren dabei“, erklärte Grotjann, „besonders der Löninger Bereich ist gut vertreten, weil hier auch dringend neue Gästeführer gebraucht werden.“ Einen Einblick in die Fortbildung vermittelte Friedrich Reuter mit einem Vortrag zu den einzelnen Bausteinen einer erlebnisorientierten Gästeführung, für die er und die Kommunikationstrainerin Katharina von Stralendorff vier Tage zur Verfügung stehen.

Auch psychologische Grundkenntnisse gefragt

Denn eine gute Gästeführung beinhalte nicht nur Fachwissen, sondern auch organisatorische Fähigkeiten und psychologische Grundkenntnisse, informierte Reuter. Die Inhalte müssten freizeit- und urlaubstauglich sowie eventuell auch in fremden Sprachen präsentiert werden. Dazu sollte ein Gästeführer eine kontrollierte Gestik, Mimik und deutliche Aussprache beherrschen. „Ihre Führung sollte authentisch und spannend aufbereitet sein. Das erreichen sie am besten durch eine Vertiefung ihres Alltagswissens“, sagte Reuter, „von uns gibt es das Rüstzeug für eine erlebnisorientierte Gästeführung.“ Denn eine gute Führung sei eine tolle Werbung für den Ort und die Region und bleibe lange in Erinnerung.

Freie Hand in der kreativen Umsetzung

Gästeführer seien Qualitätsprodukte im Tourismus, die immer mehr nachgefragt würden. Aktuelle Trends seien Themenführungen, touristische Routen, Inszenierungen und Kostümführungen. Vor allem aber sei wichtig, der Führung ein eigenes Profil zu geben und buchbare Produkte zu entwickeln. Reuter riet den Teilnehmern, zielorientiert an ausgewählten Orten Halt zu machen und die Gäste Natur- oder Kulturobjekte mit allen Sinnen erfahren zu lassen. Zum Abschluss der 72-stündigen Qualifizierungsmaßnahme bekommen die Gästeführer die Aufgabe, in einer Hausarbeit ihren Führungsbaustein für den Praxistag auszuarbeiten. „Wir lassen den Teilnehmern in der kreativen Umsetzung ihrer Führung freie Hand, wir geben nur die Eckdaten vor. Für interessante Produkte sind wir immer zu haben“, freute sich Grotjann schon auf die Ergebnisse.


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