Bebauungsplan „Am Schöpfwerk“ Stadt Quakenbrück plant Bauland am westlichen Ortsrand

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Zwischen der Straße Am Schöpfwerk (rechts) und der Menslager Straße am westlichen Quakenbrücker Stadtrand soll ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Christian GeersZwischen der Straße Am Schöpfwerk (rechts) und der Menslager Straße am westlichen Quakenbrücker Stadtrand soll ein Mischgebiet ausgewiesen werden. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Die Stadt Quakenbrück will am westlichen Stadtrand ein Mischgebiet ausweisen. Dort wären dann Wohnhäuser, aber auch Gewerbebetriebe möglich. Die Initiative war von den Anwohnern ausgegangen.

Der Ausschuss für Planen und Bauen der Stadt Quakenbrück hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Grünfläche zwischen Menslager Straße, Lerchenweg und der Straße Am Schöpfwerk in ein sogenanntes Mischgebiet zu verwandeln. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat, in dessen nächster Sitzung im März das Bebauungsplanverfahren zu starten.

Stadt reagiert auf Wunsch der Anlieger

Ohne Diskussion und Aussprache billigten die Ausschussmitglieder den Vorschlag der Verwaltung. Die reagierte mit dem Vorschlag, den Bebauungsplan „Am Schöpfwerk“ aufzustellen, auf den Wunsch der Anlieger der Menslager Straße. Diese hatten sich im Dezember an die Stadt gewandt und gebeten, auf der hinter ihren Wohnhäusern gelegenen Fläche weitere Hausbauten zu ermöglichen. Bei den Kindern bestehe Bedarf an Bauland, deshalb werde die Änderung der Fläche zu einem Mischgebiet beantragt, ist dem Schreiben zu entnehmen. Gegen dieses Vorhaben haben auch die übrigen Anlieger keine Einwände, ihr Einverständnis hatten sie per Unterschrift bekundet.

Besagte Fläche zwischen Menslager Straße, Lerchenweg und der Straße Am Schöpfwerk ist im Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Artland als gemischte Baufläche dargestellt. Die Planung von Misch- und urbanen Gebieten würde diesem Ansinnen gerecht, so die Verwaltung. Dort wären dann sowohl Wohngebäude als auch Gewerbebetriebe möglich, letztere dürften jedoch die Wohnnutzung nicht wesentlich stören, wie es in den gesetzlichen Vorgaben heißt.

Pläne für Mischgebiet stammen aus dem Jahr 1992

Die Pläne für ein Mischgebiet an dieser Stelle sind nicht neu, wie aus der Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht. Bereits 1992 hatte die Stadt einen Vorstoß unternommen, hatte das Genehmigungsverfahren allerdings gestoppt, nachdem sich die Anlieger des Lerchenweges gegen die Pläne ausgesprochen hatten. Die Anwohner hätten damals auf die bestehende Lärmbelastung durch die Firma Kynast hingewiesen und durch weitere Gewerbegebiete in unmittelbarer Nachbarschaft einen weiteren Verlust an Wohnqualität befürchtet.

Nach dem Bauausschuss entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 12. März, über den Aufstellungsbeschluss. Dessen Zustimmung dürfte als sicher gelten.


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