Viel Lob bei der Vernissage Quakenbrücker Kinder zeigen Kunst im Haus Abeln

Von Bernard Middendorf


Quakenbrück. Dass sich mehr Kinder als Erwachsene an einer Kunstausstellung beteiligen, dürfte selten sein. So geschehen im Haus Abeln am Quakenbrücker Marktplatz, wo die Kreativ- und Sprachschule Lubinez erstmals eine Vernissage veranstaltete.

Zur Eröffnung gratulierte unter anderem Bürgermeister Matthias Brüggemann: „Ich möchte mich bedanken, dass Sie mit dieser Ausstellung die Kunst in unsere Innenstadt bringen“ sagte er an Ludmilla Lubinez und ihr Team gerichtet. Im frisch renovierten Haus Abeln besichtigte eine große Besucherschar, darunter auch Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe, ausgiebig die Werke, die man zum Teil sogar impressionistisch nennen könnte, wenn man den ursprünglichen Sinn des Wortes heranzieht: Eindrucksvoll sind die Bilder wahrlich – angeordnet in bunter Vielfalt auf engem Raum, denn kein Kind soll ausgeschlossen werden.

„Kleines dynamisches Familienunternehmen“

„Aus einer Idee heraus, interessierten und aufgeschlossenen Köpfen die russische Sprache näherzubringen, wurde die Kreativ- und Sprachschule von der heutigen Leiterin Ludmilla Lubinez ins Leben gerufen“, sagte Mattias Brüggemann. Aus ersten Anfängen mit einer Handvoll Schüler sei ein kleines dynamisches Familienunternehmen mit umfangreichem Bildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstanden, das Sprache, Kunst und Gestaltung, Vorschule und neuerdings Modellflugzeugbau im Programm hat. „Kunst ist ein Handwerk“ – nach diesem Motto achte man besonders auf solide Grundkenntnisse der Malerei und biete traditionelle Techniken wie Grafik, Acryl, Aquarell, Collage und Plastik, aber auch das moderne Mangazeichnen mit Copics an. Anatomie, Farblehre, ästhetisches Verstehen sowie Kunstgeschichte seien wesentliche Unterrichtsbestandteile – mit freiem Wunschmalen, aber auch auf die Altersgruppen abgestimmten Übungen.

„Diese Schule ist einmalig und außergewöhnlich“

„Die Schule ist in ihrer Art für eine Stadt unserer Größenordnung nicht nur einmalig, sondern auch außergewöhnlich. Sie leistet einen besonderen Beitrag zur außerschulischen Bildung der ihr anvertrauten Kinder und Jugendlichen“, betonte der Bürgermeister und belohnte die begeisterten jungen Künstler mit Gutscheinen, einzulösen im Eiscafé Bellante. Regina Schäfer bedankte sich im Namen der Eltern und Kinder, die die Welt mit anderen Augen sähen als Erwachsene, bevor Ludmilla Lubinez in ihrer Ansprache das Malen als Prozess bezeichnete. Sie sei froh über ihr kompetentes Dozententeam mit Daria Fernandez Dagach, Lilia Rosengrün und Swetlana Plez, die ihrerseits beeindruckende Werke und ausgefallene Techniken präsentierten. Ihr Dank galt allen Unterstützern, insbesondere Michael Abeln. Der Appell, aus jeder Kultur das Gute mitzunehmen, verhallte nicht ungehört: So manches Bild fand schon direkt vor Ort schnell einen Käufer.


Die Ausstellung im Haus Abeln, Lange Straße 40, ist bis Samstag, 10. März, montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 13 bis 19 Uhr zu sehen.