Viele Patienten sind zufrieden Gute Noten im Krankenhausvergleich für Marienhospital Ankum-Bersenbrück

Von Mirko Nordmann

88 Prozent der Patienten bewerten das Ankumer Krankenhaus positiv und würden es weiterempfehlen. Das geht aus der jüngst aktualisierten „Weißen Liste“ der Bertelsmann-Stiftung hervor. Foto: MHA88 Prozent der Patienten bewerten das Ankumer Krankenhaus positiv und würden es weiterempfehlen. Das geht aus der jüngst aktualisierten „Weißen Liste“ der Bertelsmann-Stiftung hervor. Foto: MHA

Quakenbrück/Ankum. Gutes Zeugnis für das Marienhospital Ankum-Bersenbrück: 88 Prozent der Patienten bewerten das Ankumer Krankenhaus positiv und würden es weiterempfehlen. Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück schnitt bei der Befragung deutlich schlechter ab.

Quakenbrück/Ankum. Bei den aktuellen Ergebnissen der „Weißen Liste“ der Bertelsmann-Stiftung, in die die Ergebnisse Patientenbefragung einfließen (siehe „Zur Sache“), schneidet das Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) im Vergleich mit den Krankenhäusern im Umkreis sehr gut ab. In den vier Kategorien „Weiterempfehlung durch Patienten“, „Zufriedenheit mit der ärztlichen Versorgung“, „Zufriedenheit mit der pflegerischen Betreuung“ und „Zufriedenheit mit Organisation und Service“ erzielte das Marienhospital jeweils Werte deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Lediglich das Elisabeth-Krankenhaus in Thuine und das St.-Vinzenz-Hospital in Haselünne schnitten in der Region besser ab.

Wie das Marienhospital Ankum-Bersenbrück mitteilte, decken sich die guten Ergebnisse der „Weißen Liste“ mit den hausinternen Rückmeldungen und Befragungen der Patienten. So werde beispielsweise bekundet: „Alle Ärzte und Pflegende sind sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent“ sowie „Die Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr, erfüllen nach Möglichkeit jeden Wunsch, Menschlichkeit wird in diesem Haus sehr groß geschrieben. Man fühlt sich als Patient ernst genommen und trägt nicht einfach nur eine Nummer.“

„Wir freuen uns sehr über diesen sehr hohen Zuspruch“, sagt Christian Nacke, Verwaltungsdirektor des Marienhospitals, „dieser ist vor allem dem großen Engagement unserer Mitarbeiter zu verdanken, die sich in besonderer Weise mit unserem Haus identifizieren. Zugleich werden die familiäre Atmosphäre und die individuelle Zuwendung bei uns sehr geschätzt. Das möchten wir auch künftig sicherstellen. Die Zufriedenheit unserer Patienten liegt uns sehr am Herzen.“

Das Christliche Krankenhaus Quakenbrück (CKQ) liegt nach den Ergebnissen der „Weißen Liste“, in die die Bewertungen von 431 CKQ-Patienten eingeflossen sind, in allen vier Kategorien unter dem Bundesdurchschnitt. Lediglich 76 Prozent der Befragten würde das Krankenhaus weiterempfehlen. „Natürlich ist eine positivere Bewertung durch unsere Patientinnen und Patienten wünschenswert“, sagt CKQ-Geschäftsführer Heinrich Titzmann, der allerdings darauf verweist, dass ein Vergleich von Krankenhäusern mit unterschiedlichen Größen, Fachrichtungen und Schweregraden nicht eindeutig sein kann. Die Patientenbefragungen könnten nur eine Groborientierung sein. „Wir sind ein leistungsstarkes Krankenhaus mit aktuell 420 Betten. Eine Vergleichbarkeit mit kleineren Krankenhäusern ist schon hier schwer möglich. Unser Haus hat eine hohe Differenzierung und Spezialisierung mit einem hohen durchschnittlichen medizinischen Schweregrad. Auch dieser Faktor ist jetzt gegenüber anderen Häusern zu beachten“, so Titzmann.

Nichtsdestotrotz weiß Titzmann, dass Handlungsbedarf besteht. „Unser Haus ist ständig über 100 Prozent belegt. Die bauliche Infrastruktur muss zwingend im somatischen Haus verbessert werden“, betont der CKQ-Geschäftsführer, der hofft, dass der somatische Teil des Krankenhauses in den nächsten drei Jahren einen zusätzlichen Bettentrakt bekommt. „Mit diesem zusätzlichen Bettentrakt schaffen wir Entspannung, sowohl für die Patienten, aber auch für unsere Mitarbeiter. Die Verhandlungen hierzu sind mit dem Sozialministerium in Hannover fortgeschritten“, sagt Titzmann, der als Geschäftsführer auch für die St.-Anna-Klinik in Löningen verantwortlich ist. Und die liegt bei der Patientenbefragung in allen vier Kategorien über dem Bundesdurchschnitt. Doch auch dieses Ergebnis will Titzmann in Relation sehen: „Unser Haus in Löningen hat rund 100 Betten und einen deutlich niedrigen Schweregrad als das Haus in Quakenbrück. Damit sind die Möglichkeiten zu einer deutlichen Patientenorientierung gegeben.“ Wie der Geschäftsführer erklärt, soll auch in der St.-Anna-Klinik kurz- bis mittelfristig investiert werden, um die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.


Die „Weiße Liste“

Die „Weiße Liste“ ist ein Projekt der Bertelsmann-Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Seit November 2011 befragen die Krankenkassen AOK und Barmer bundesweit Versicherte zu ihren Erfahrungen, die sie während ihres Krankenhausaufenthalts gemacht haben. Die Ergebnisse der Befragung werden zusammengeführt und sind im Internet unter www.weisse-liste.de einsehbar.

Jährlich werden dabei mehr als eine Million Fragebögen verschickt. Die Patienten werden gebeten, 15 Fragen, etwa zur Zufriedenheit mit der ärztlichen und der pflegerischen Versorgung, zu Organisation und Service in der Klinik zu beantworten. Außerdem wird die Bereitschaft, das Krankenhaus weiterzuempfehlen, abgefragt.

Fast die Hälfte der Befragten schicken nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung den beantworteten Fragebogen zurück.

Die größte Patientenbefragung Europas versteht sich aber nicht als Krankenhaus-Ranking, sondern als individuelle Entscheidungshilfe für Patienten, denen ein Klinikaufenthalt bevorsteht.