Ersthelfer handelten vorbildlich Herzstiftung zeichnet Lebensretter in Quakenbrück aus

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Ehrung der Deutschen Herzstiftung im Wappensaal des Quakenbrücker Rathauses: Ursula Beckermann (von links), Matthias Brüggemann, Thomas Brackmann, Jana Vorwerk, Wilhelm Hegger, Bettina Götting und Claus Peter Poppe. Foto: CKQ/BöningEhrung der Deutschen Herzstiftung im Wappensaal des Quakenbrücker Rathauses: Ursula Beckermann (von links), Matthias Brüggemann, Thomas Brackmann, Jana Vorwerk, Wilhelm Hegger, Bettina Götting und Claus Peter Poppe. Foto: CKQ/Böning

Quakenbrück. Jana Vorwerk aus Herzlake und Thomas Brackmann aus Badbergen sind jetzt in Quakenbrück für ihr vorbildliches und beherztes Eingreifen mit der Ehren-Urkunde der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet worden.

Die beiden Physiotherapeuten Jana Vorwerk aus Herzlake und Thomas Brackmann aus Badbergen griffen beherzt ein, als Wilhelm Hegger am 20. November 2017 beim Sport im Therapiezentrum Indigus in Löningen mit Herz-Kreislaufstillstand zusammenbrach. Sofort hätten die beiden Ersthelfer abwechselnd die lebensrettende Herzdruckmassage bei dem 64-jährigen Mann aus Herzlake durchgeführt und so die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt, heißt es in einer Mitteilung des Christlichen Krankenhauses Quakenbrück (CKQ). Der Patient sei anschließend in der Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin CKQ weiterbehandelt worden und sei heute wieder vollständig genesen. Jetzt fand die feierliche Ehrung der beiden Lebensretter im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus Quakenbrück statt. Mit dabei waren Stadtdirektor Claus Peter Poppe, Bürgermeister Matthias Brüggemann und Dr. Bettina Götting, Chefärztin der Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin des CKQ statt. „Die Lebensrettung des Mannes hat erneut gezeigt, dass nicht nur Angehörige von Herzpatienten in die Situation kommen können, einen Menschen nach Herzkreislaufstillstand wiederbeleben zu müssen“, so Ursula Beckermann, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, beim Überreichen der Urkunden.

„Die Angst, etwas falsch zu machen, ist unbegründet“

„Die Deutsche Herzstiftung setzt sich deshalb bundesweit für eine breit angelegte Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung ein“, betonte Beckermann, „jeder kann helfen – wenn er die Technik beherrscht.“ Die Angst, etwas falsch zu machen, sei völlig unbegründet, da mehr Patienten durch fehlende Wiederbelebung als durch Fehler einer Wiederbelebung sterben würden. „Gastgeber für die Ehrung der Lebensretter durch die Deutsche Herzstiftung sind wir sehr gerne“, sagte Stadtdirektor Claus Peter Poppe und sprach den Ersthelfern seine Anerkennung und seinen Dank aus. Bettina Götting freute sich, dass Wilhelm Hegger wieder gesund und ohne Folgeschäden geblieben sei, was nur dem beherzten und sofortigen Handeln der beiden Lebensretter zu verdanken sei. Denn der Zeitfaktor sei bei der erfolgreichen Behandlung des Herz-Kreislaufstillstandes entscheidend. „Ich weise daher auch noch auf die Smartphone-App der mobilen Retter hin.“ Speziell geschulte Ersthelfer, die Mobilen Retter, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, würden durch die GPS-Komponente ihrer Smartphones kontinuierlich geortet, erläuterte Götting, und nach Wahl des Notrufs durch die Leitstelle automatisch parallel zum Rettungsdienst durch die Mobile-Retter-App informiert. „Das ist besonders hier in den ländlichen Regionen eine große Hilfe, da der Rettungswagen oft lange Wege fahren muss, um zum Einsatzort zu kommen. Daher möchte ich alle motivieren, sich zu Ersthelfern ausbilden zu lassen.“

Abschließend dankte Wilhelm Hegger seinen Lebensrettern. „Ich habe mehrmals Glück gehabt“, betont Hegger. „Zuerst einmal, weil meine Retter so schnell gehandelt haben. Dann durch die kompetente Weiterbehandlung im Christlichen Krankenhaus und schließlich auch dadurch, dass es die Deutsche Herzstiftung gibt, die die beiden Lebensretter ausgezeichnet hat.“


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