Musiker ohne Band unterwegs Soloauftritt von Udo Klopke in Menslage

Von Bjoern Thienenkamp

Udo Klopke präsentierte in der Menslager Wirtschaft Karbarosa einen bunten Querschnitt aus seinem aktuellen musikalischen Wirken. Foto: Björn ThienenkampUdo Klopke präsentierte in der Menslager Wirtschaft Karbarosa einen bunten Querschnitt aus seinem aktuellen musikalischen Wirken. Foto: Björn Thienenkamp

Menslage.  Mit Songs irgendwo zwischen Rock und Pop, den schottischen Highlands und den Clubs von New Orleans gab Udo Klopke am Freitagabend in der Menslager Wirtschaft Karbarosa ein Solo-Konzert.

Draußen an der Quakenbrücker Straße ist es frostig kalt, in der gemütlichen Wirtschaft jedoch ist es schön warm, die einladenden Räume sind gut gefüllt, im vorderen Bereich sitzen die Gäste auf Hockern an Stehtischen mit kurzen Rosen, knabbern an einer üppigen Pizza oder tauchen Brot in Dips. „Zur kalten Jahreszeit: Glühwein / heißer Amaretto mit Sahne“, empfiehlt die weiße Kreideschrift auf der schwarzen Tafel. Ein gestreifter Teppich mit beidseitigen Tischlampen deutet die Bühne an, erkennbar auch am Mikrofonstativ und den beiden obligatorischen Lautsprecherboxen.

„Udo hat schon einige Male hier gespielt, er ist bekannt von ‚Rock für Tibet‘ und aus der Theaterwerkstatt, er ist jedes Jahr hier, man kennt den Udo“, resümiert Inhaberin Karin Bührmann, die das Karbarosa seit sechs Jahren zusammen mit Barbara Mertens betreibt. „Die Wirtschaft ist eine gute Ergänzung zum Holzwurm, den ich schon seit 39 Jahren anbiete“, findet die 62-Jährige.

„Das Instrumentale vom Album lasse ich weg“

„Ich versuche, ein Schlagzeug zu ersetzen“, sagt Udo Klopke über die Stompbox, die der Singer und Songwriter mit einem Fuß bedient, eine Bassdrum simulierend, auf dem anderen Schuh hat er einen Schellenkranz. „Ich spiele hier quasi meine Songs, die ich geschrieben habe und die von einem zu spielen sind. Das Instrumentale vom Album lasse ich weg, ich mixe halt ein bisschen“, erklärt der 48-Jährige seinen Solo-Auftritt.

Nur für das Stück „The Pirate’s Son“ greift Klopke zur Erwachsenengitarre, wie er sein zwölfseitiges Zweitinstrument nennt. „Hey Hey Hey“, empfiehlt der gebürtige Quakenbrücker den Youtube-Guckern. „Das Video haben wir in Düsseldorf gedreht“, schildert der Mann aus Neuss.

Nicht nur Menslager sollten sich für den Sommer schon einmal das große Gartenfest am 23. Juni vormerken.