Friedensbaum für Menslage? Umstellung auf LED in einem Zug

Von Josef Pohl

Die Basharat-Moschee der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde Osnabrück. Mitglieder der Gemeinde wollen gerne mit den Menslagern einen Friedensbaum pflanzen. Foto: Gert Westdörp/ArchivDie Basharat-Moschee der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde Osnabrück. Mitglieder der Gemeinde wollen gerne mit den Menslagern einen Friedensbaum pflanzen. Foto: Gert Westdörp/Archiv

Menslage. Nicht nur mit der Beleuchtung im Dorf befasste sich der Menslager Gemeinderat während der jüngsten Sitzung, sondern auch kurz mit einem Anliegen der Osnabrücker Moscheengemeinde.

Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik verläuft doch anders, als sich die Gemeinde das bisher vorgestellt hat. Nach Rücksprache mit dem Innogy-Gebietsbeauftragten sei es, so Außendienststellenleiterin Gunda Bluhm, nicht sinnvoll, nur die Leuchtmittel zu ersetzen, sondern die Köpfe der Laternen.

Erste Schätzung: 55 000 Euro

Um bessere Konditionen zu erreichen, soll die Maßnahme in einem Zug vorgenommen und die entsprechenden Förderanträge gestellt werden. Die erste Kostenschätzung belief sich auf 55 000 Euro. Aus den Reihen des Rates kam die Anregung, die eine oder andere Laterne zu versetzen, zudem forderte ein Bürger, an den Schutz der Insekten zu denken und nicht zu sehr die ökonomischen Vorteile in den Vordergrund zu stellen.

Für Frieden eintreten

Mit der Aktion „Baum des Friedens“, die bereits in mehreren Gemeinden des Osnabrücker Landes erfolgte, möchte die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde auch in der Gemeinde Menslage darauf hinweisen, dass der Großteil der Muslime in Deutschland für den Frieden eintritt und sich als Teil der Gesellschaft versteht. Zafar Chaudhry aus Eggermühlen stellte dem Menslager Gemeinderat die symbolische Geste näher vor, die vor Ort für Toleranz und Miteinander unter den verschiedenen Religionen werben soll. Die Gemeinde kaufe den Baum, die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde bezahle ihn, in einer gemeinsamen Aktion werde er gepflanzt und im Anschluss gebe es ein kleines Fest, um sich besser kennenzulernen.

Rat muss entscheiden

Bürgermeister Jürgen Kruse versprach den Gästen der Osnabrücker Moscheengemeinde, das Anliegen im Rat zu besprechen. Ob die Pflanzaktion, und wenn, dann noch in den nächsten Wochen oder erst im Herbst erfolgen kann, dazu konnte der Ratsvorsitzende sich nicht abschließend äußern, denn das Thema muss erst noch auf die Tagesordnung des Rates, um dann beschlossen zu werden.