Neujahrsempfang Gemeinde Menslage schaut optimistisch nach vorne

Von Heinz Benken

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Menslage begrüßten  Bürgermeister Jürgen Kruse (Zweiter von rechts) und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (Mitte rechts) Vertreter der Vereine und Verbände. Foto: Heinz BenkenZum Neujahrsempfang der Gemeinde Menslage begrüßten Bürgermeister Jürgen Kruse (Zweiter von rechts) und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (Mitte rechts) Vertreter der Vereine und Verbände. Foto: Heinz Benken

Menslage. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Menslage blickten Bürgermeister Jürgen Kruse und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe auf das alte Jahr zurück und schauten mit Optimismus in die Zukunft.

In der Mehrzweckhalle am Rüskenbrink hat die Gemeinde Menslage ihren Neujahrsempfang abgehalten. Mit dabei waren Einwohner sowie die Vertreter vieler örtlicher Vereine und Verbände.

Wichtige Weichen gestellt

Nach einem fast atemlosen 2017, das für das Artland „ein gutes Jahr“ gewesen sei, konnten für das neue Jahr wichtige Weichen in der Samtgemeinde Artland gestellt werden, sagte Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Große Aufgaben seien die weitere Digitalisierung („Von einer Datenautobahn sind wir noch weit entfernt“), für die Unterstützung durch den Landkreis und die Landesregierung erwartet werde, und der Einsatz für die Verlängerung der Erdverkabelung der geplanten 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen. Er freue sich, dass die finanzielle Situation in der Samtgemeinde stabil sei. Dies gelte auch für die Gemeinde Menslage, die „beispielhaft sparsam gearbeitet“ und auch im vergangenen Jahr keine Schulden gemacht habe, so Poppe.

Nur drei Prozent der Steuereinnahmen bleiben in der Gemeinde

Menslages Bürgermeister Jürgen Kruse hatte zuvor darauf hingewiesen, dass seiner Gemeinde monatlich nur rund 10.000 Euro für laufende Investitionen zur Verfügung stünden. Nur gut drei Prozent der Menslager Steuereinnahmen verbleiben nach Kruses Worten in der Kasse der Kommune, um vor Ort noch etwas zu bewegen.Poppe beruhigte, dass ein großer Teil der Umlagen wieder in die Mitgliedsgemeinden zurückflössen.

Straßen in schlechtem Zustand

Beide Kommunalpolitiker verwiesen auf den vielerorts schlechten Zustand des Straßennetzes. „Unsere Straßen sind in einem bedauerlichen Zustand“, stellte Kruse fest. Immer größere Fahrzeuge, auch aus der Landwirtschaft, seien dafür mitverantwortlich. „Die Straßen sind für den Verkehr des 21. Jahrhunderts nicht breit genug,“ brachte es Claus Peter Poppe auf den Punkt.

Auf Förderprogramme angewiesen

Obwohl etliche Sanierungen im „riesigen Straßennetz“ der Gemeinde Menslage dringend notwendig wären, seien sie derzeit nicht möglich, weil keine Fördergelder zur Verfügung stünden, erklärte Kruse, der aber auch positive Entwicklungen und neue Projekte erwähnte, die aber nur realisiert werden könnten, wenn die Gemeinde Zuschüsse aus Fördertöpfen bekomme.

Dorfmitte bekommt E-Tankstelle

Geplant sind die Sanierung der Straße Herberger Zuschlag, die Erweiterung des innerörtlichen Parkplatzes, der auch mit einer E-Tankstelle ausgestattet werden soll, der Umbau des Dachbodens des Gemeindebüros nach dem vergangenen Sturmschaden und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die geplante Ausweisung eines neuen Baugebiets am westlichen Ortsausgang gestalte sich derzeit noch etwas schwierig, sagte Kruse. Die Nachfrage sei groß, denn im jüngsten Baugebiet gebe es nur noch drei freie Bauplätze.

Wiedereröffnung der Heimatstube im Frühjahr

Eine sinnvolle und erfolgreiche Investition sei die Sanierung der Heimatstube am Kirchwinkel. Die Wiederöffnung soll im Frühjahr gefeiert werden, so der Bürgermeister.