Protestschilder aufgestellt Brokstreeker wehren sich gegen geplante Stromtrasse

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Die Bewohner von Brokstreek (Gemeinde Essen/Oldenburg) wollen nicht, dass die geplante 380-kV-Freileitung durch ihr Gebiet verläuft. Foto: Mirko NordmannDie Bewohner von Brokstreek (Gemeinde Essen/Oldenburg) wollen nicht, dass die geplante 380-kV-Freileitung durch ihr Gebiet verläuft. Foto: Mirko Nordmann

Quakenbrück/Essen. Mit großen Protestschildern wollen sich die Einwohner Brokstreeks und Ahausens gegen die Pläne der Netzwerkbetreiber wehren, die „Stromautobahn als Freileitung“ westlich von Essen in Richtung Quakenbrück zu bauen.

Seit Sonntag steht an der Bundesstraße 68 nahe des Gasthofes „Am Pfauenhof“ im Essener Gemeindeteil Brokstreek ein großes Protestschild. „Keine Monstermasten durch Brokstreek“ ist darauf zu lesen. Mit dieser gemeinsamen Aktion wollen sich die Einwohner Brokstreeks und Ahausens gegen die Pläne der Netzwerkbetreiber wehren, die „Stromautobahn als Freileitung“ westlich von Essen in Richtung Quakenbrück zu bauen. Die Brokstreeker kritisieren die Landschaftszerstörung und die starken Eingriffe in die Natur gerade im Bereich des Biotops Ahausen, wo die Lager Hase und der Essener Kanal zur Großen Hase zusammenfließen. Daher haben sich viele Brokstreeker und Essener Bürger nach Bekanntwerden der Planungen der „Bürgerinitiative Landkreis Cloppenburg unter Spannung“ angeschlossen. Mit den Protestschildern wollen die Stromtrassengegner dazu aufrufen, ihre Einwände gegen die Pläne von Amprion und Tennet abzugeben.

Keine zeitlichen Verzögerungen erwartet

Wie viele private Äußerungen im ersten Beteiligungsverfahren des Raumordnungsverfahrens für das südliche Trassenstück von Cloppenburg bis Merzen (Maßnahme 51b) beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) eingegangen sind, konnte die Behörde in Oldenburg nicht exakt sagen. Bernhard Heidrich geht davon aus, dass es mehrere Tausend sind. Für den nördlichen Abschnitt von Conneforde bis Cloppenburg seien 4663 private Stellungnahmen eingegangen, so Heidrich. Weil die Mitarbeiter des ArL parallel zur laufenden zweiten Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung die bereits eingegangenen Stellungnahmen auswertet, rechnet Heidrich mit keinerlei zeitlichen Verzögerungen durch die erneute Beteiligungsrunde der Öffentlichkeit. Wann die Auswertung abgeschlossen ist, vermag Heidrich nicht zu prognostizieren. „Wir werden uns die erforderliche Zeit nehmen, um die Stellungnahmen auszuwerten “, so Heidrich, „weiterhin liegt der weitere Verfahrensgang nicht allein in unserer Hand, sondern auch die Übertragungsnetzbetreiber müssen ihren Beitrag leisten.“ Die Netzbetreiber beschäftigen sich ebenfalls mit den eingegangenen Stellungnahmen. Ziel sei, dass Tennet und Amprion bis zum Erörterungstermin zu allen eingegangenen Stellungnahmen von Privatpersonen, aber auch von den Trägern öffentlicher Belange, eine Rückäußerung abgegeben hat, erläutert Heidrich.


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