Beliebteste Vornamen stehen fest Mia, Ben und Milan prägen 2017 den Altkreis Bersenbrück

Drei Buchstaben reichen: Die Vornamen Ben und Mia gehören seit Jahren zu den beliebtesten Namen für Neugeborene. Dieser Trend zeigt sich auch im Altkreis Bersenbrück. Foto: dpaDrei Buchstaben reichen: Die Vornamen Ben und Mia gehören seit Jahren zu den beliebtesten Namen für Neugeborene. Dieser Trend zeigt sich auch im Altkreis Bersenbrück. Foto: dpa

Altkreis Bersenbrück. In der Kürze liegt die Würze, könnte man denken, wenn man sich die beliebtesten Vornamen im Altkreis Bersenbrück anschaut: Mia, Ben und Milan.

Bis zum 31. Dezember 2017 wurden dem Bersenbrücker Standesamt 818 Neugeborene für das vergangene Jahr gemeldet. Damit liegt die Zahl der neuen Erdenbürger in 2017 knapp unter dem Wert von 2016, in dem 830 Neugeborene im Bersenbrücker Rathaus angemeldet worden sind. Waren damals die Mädchen noch in der Überzahl (Mädchen: 431; Jungen: 399), kamen in 2017 mehr Jungen zur Welt (Jungen: 415; Mädchen: 403). Doch nicht alle Kinder, die beim Standesamt Bersenbrück angemeldet worden sind, werden in der Samtgemeinde Bersenbrück oder im Altkreis Bersenbrück aufwachsen. Da die Anmeldung immer beim Standesamt des Geburtsortes erfolgen muss, werden also alle Kinder, die im Marienhospital Ankum-Bersenbrück das Licht der Welt erblicken, eben im zuständigen Standesamt Bersenbrück angemeldet. Daher tauchen in der Statistik auch die Kinder auf, deren Eltern ihren Wohnsitz außerhalb der Samtgemeinde Bersenbrück haben.

Eltern bevorzugen wenige Silben

Beliebtester Mädchenvorname in 2017 war Mia. Gleich sechs Namen folgen fast gleichauf auf den weiteren Plätzen: Johanna, Julia, Laura, Lea, Leni und Lina. Da fällt der Name Johanna mit sieben Buchstaben schon aus der Rolle, denn meist wurden von den Eltern kurze Namen bevorzugt. Im Vergleich zu den Top-3-Mädchennamen von 2016 fällt auf, dass Mia als Kurzform von Maria, die längeren Versionen an der Spitze der Beliebtheitsskala ablöst. In 2016 waren nämlich Maria, Marie und Sophie die Mädchennamen, die am häufigsten beim Standesamt Bersenbrück bei der Anmeldung angegeben worden sind. Auch bei den Jungen gibt es eine Veränderung an der Spitze. Kurioserweise bleiben die Namen auf den Plätzen zwei und drei aber gleich. Dort bleiben weiterhin Elias und Leon. In 2017 wurden aber Ben und Milan am häufigsten vergeben. 2016 war Alexander noch der beliebteste Jungenvorname. Auch bei den Jungen liegen kurze Namen also voll im Trend. Genaue Angaben, welcher Name wie häufig vergeben worden ist, machte die Verwaltung der Samtgemeinde Bersenbrück mit Rücksicht auf den Datenschutz übrigens nicht.

Schon zum siebten Mal auf Platz eins

Fest steht hingegen, dass die Eltern, die ihr Kind im Standesamt Bersenbrück angemeldet haben, einem bundesweiten Trend folgen. Schließlich sind Mia und Ben schon seit Jahren ganz vorne in den Hitlisten der beliebtesten Vornamen in Deutschland zu finden. Nach den Untersuchungen des Hobbynamensforschers Knud Bielefeld aus Ahrensburg (Schleswig-Holstein), der bereits seit 2006 die häufigsten Babynamen in den Bundesländern auswertet, behauptet Ben das siebte Jahr in Folge den ersten Platz. Der Name Milan taucht zwar nicht in den bundesweiten Top Ten auf, gehört laut Bielefeld aber zu den klaren Aufsteigern. Mia, der 2016 die Rangliste bei den Mädchen anführte, wurde von Emma abgelöst und belegt den dritten Platz. Das Marienhospital Ankum-Bersenbrück (MHA) meldet übrigens für das Jahr 2017 insgesamt 815 Neugeborene. Die Differenz zu den Anmeldezahlen des Standesamtes resultiert vornehmlich daher, dass die Eltern nach der Entbindung eine Woche Zeit haben, um ihr Kind anzumelden.

„Familienfreundlich und kompetent“

Laut der Statistik des Ankumer Krankenhauses kamen dort in 2017 414 Jungen und 401 Mädchen auf die Welt. In 2016 waren es noch mehr Mädchen (428) als Jungen (394). Mit 815 Neugeborenen wurde zwar nicht der Wert von 2016 erreicht (822), dennoch ist Pflegedirektor Hubert Riese sehr zufrieden: „Wir freuen uns über die positive Geburtenentwicklung im MHA. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Entbindung bei uns. Das hängt mit der kompetenten Arbeit des gesamten Teams, aber auch mit der sehr familienfreundlichen Atmosphäre im Haus zusammen.“ Kein richtiger Trend ist beim Anteil der Kaiserschnittgeburten im Marienhospital zu erkennen. Während im bundesweiten Durchschnitt in den vergangenen Jahren fast ein Drittel aller Babys per Kaiserschnitt geboren wurden, lag der Anteil im Ankumer Krankenhaus 2017 bei 26,6 Prozent, in 2016 waren es nur 20,6 Prozent, in 2015 lag der Anteil bei 25,2 Prozent.


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