Ökumenische Filmtage 2018 Schauburg Quakenbrück zeigt vier Kinofilme über starke Frauen

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Quakenbrück. Zum 17. Mal veranstalten die Betreiber der Schauburg in Quakenbrück in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitskreis Christlicher Kirchen im Artland“ die Ökumenischen Filmtage – diesmal unter dem Motto „Die Zeit der Frauen – internationale Filmemacherinnen holen Frauen in den Blick“.

„Die Zeit der Frauen“ kam langsam oder ist vielleicht noch im Kommen, heißt es in der Ankündigung der Filmreihe, die am Mittwoch, 17. Januar 2018, beginnt. Bis zum 18. April – jeweils am dritten Mittwoch des Monats – zeigt das Quakenbrücker Filmtheater Kinofilme, in denen Frauen mehr sind als nur „schmückendes Beiwerk“. Eine spannende Filmreihe – nicht nur für Frauen, versprechen die Organisatoren der Ökumenischen Filmtage.

Wenn Filmemacher Frauen zeigen, produzieren sie häufig männertypische Frauenrollen: Geliebte, Ehefrau, Hausfrau. Auf Filmplakaten werden Frauen auf weiblich Attribute reduziert, bezeichnenderweise sogar buchstäblich „kopflos“ dargestellt.

Filmemacherinnen sehen Frauen in anderen Rollen und mit anderen Begabungen. Sanfte Revolutionärinnen wie Maudie, Pionierinnen wie Madame Curie, Kämpferinnen gegen starre gesellschaftliche Systeme, die Frauen grundlegende Rechte verweigern wie in Indien und in der Schweiz – es ist kaum zu glauben, aber noch vor 30 Jahren durften Frauen dort nicht ohne die Erlaubnis ihres Mannes ein Arbeitsverhältnis eingehen. Hier die Übersicht:

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20 Uhr: „Die Zeit der Frauen“ (mit Tannishtha Chatterjee, Radhika Apte, Surveen Chawla, u.a.); Drehbuch und Regie: Leena Yadav; Indien/USA/Großbritannien 2015. Inhalt: Ein kleines Dorf im heutigen Indien. Vier Frauen wagen es, sich gegen die Männer und die erdrückenden Traditionen aufzulehnen. Mithilfe ihrer Freundschaft und ihres Freiheitswillens bekämpfen sie ihre Dämonen, träumen von der Liebe und darüber hinaus. Es beginnt die Zeit der Frauen …

Mittwoch, 21. Februar 2018, 20 Uhr: „Maudie“ (mit Sally Hawkins, Ethan Hawke, u.a.); Regie: Aisling Walsh; Drehbuch: Sherry White; Kanada/Irland 2016. Inhalt: Der Film erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk Art Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

Mittwoch, 21. März 2018, 20 Uhr: „Marie Curie“ (mit Karolina Gruszka, Charles Berling, Arieh Worthalter, André Wilms, Daniel Olbrychski, Samuel Finzi, Sabin Tambrea, u.a.); Regie: Marie Noëlle; Drehbuch: Marie Noëlle, Andrea Stoll; Frankreich/Polen/Deutschland 2016. Inhalt: 1903 erhält die Polin Marie Sklodowska-Curie (1867-1934) als erste Frau mit ihrem französischen Mann Pierre Curie den Nobelpreis für Physik. Das Glück währt nur kurz, drei Jahre später stirbt Pierre in Paris bei einem Verkehrsunfall. In der von Männern dominierten Wissenschaftswelt setzt die junge Witwe und zweifache Mutter die gemeinsamen Forschungen allein fort und wird 1908 als erste Frau auf einen Lehrstuhl an der Sorbonne berufen. Als sie 1911 eine Affäre mit dem ver-heirateten Kollegen Paul Langevin beginnt, tritt dessen Frau einen Skandal los. Gerade als Marie den zweiten Nobelpreis, diesmal für Chemie, erhält, beginnt die Pariser Presse eine Diffamierungskampagne.

Mittwoch, 18. April 2018, 20 Uhr: „Die Göttliche Ordnung“ (mit Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner, Marta Zoffoli, Bettinia Stucky, u.a); Drehbuch und Regie: Petra Volpe; Schweiz 2017. Inhalt: Als eines der letzten europäischen Länder führte die Schweiz erst 1971 das Wahlrecht für Frauen ein. In „Die göttliche Ordnung“ reist Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe zurück in die Schweiz der 1970er Jahre und lässt dort chauvinistische Vorurteile und echte Frauen-Solidarität aufeinander treffen.

17. Ökumenische Filmtage, vom 17. Januar bis 18. April, jeweils am dritten Mittwoch des Monats um 20 Uhr im Schauburg Filmtheater, Schiphorst 4 in Quakenbrück. Eintritt: 7 Euro.


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