„Er war für uns ein Geschenk“ Pastor Arndt-Bernhard Müller verlässt Menslage

Von Lena Kolde

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Entpflichtung und Begrüßung zugleich: Superintendenten Hans Hentschel verabschiedet Arndt-Bernhard Müller als Pastor in Menslage und heißt ihn zugleich als zukünftigen Kollegen in Bramsche willkommen. Foto: Lena KoldeEntpflichtung und Begrüßung zugleich: Superintendenten Hans Hentschel verabschiedet Arndt-Bernhard Müller als Pastor in Menslage und heißt ihn zugleich als zukünftigen Kollegen in Bramsche willkommen. Foto: Lena Kolde

Menslage. In einem Abschiedsgottesdienst ist Pastor Arndt-Bernhard Müller jetzt von seinen Aufgaben in der Kirchengemeinde Menslage entpflichtet worden. Bei dem anschließenden Neujahrsempfang verabschiedeten sich viele Weggefährten persönlich.

Bis auf den Orgelboden verteilten sich die Besucher des Abendgottesdienstes in der Marienkirche. Vor allem Menslager, Bippener und Berger wollten noch einmal an einem Gottesdienst mit ihrem beliebten Pastor Arndt-Bernhard Müller teilnehmen. Sechs Jahre war er zunächst in der Gemeinde Menslage und schließlich auch im Kooperationsraum Bippen und Berge, den er maßgeblich mitgestaltet hatte, als evangelisch-lutherischer Pastor im Einsatz. „Er war für uns ein Geschenk“, brachte Ulrike Müller, Vorsitzende des Kirchenvorstands, die Dankbarkeit der Gemeinde auf den Punkt. Dass Arndt-Bernhard Müller nun aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten muss, stimme alle sehr traurig. Ab Februar wird er eine Stelle als „pastoraler Springer“ im Kirchenkreis Bramsche annehmen und mit seiner Familie nach Quakenbrück ziehen.

Stehende Ovationen von den Weggefährten

Nach einer musikalischen Einleitung von der Gospelgroup Artland und dem Kirchenchor war es schließlich Aufgabe des Superintendenten Hans Hentschel, seinen „Bruder“ zu entpflichten. „Der Pastor geht, aber das Licht der Nächstenliebe bleibt“, merkte er zuvor in seiner Predigt, bezogen auf das Epiphanias Fest, an. Mit einem Geschenk in Form des Buches „Das Glück des Zauberers“ hieß Hans Hentschel seinen zukünftigen Kollegen in Bramsche aber gleichzeitig auch willkommen. Mit einem lauten „Dankeschön“ richtete sich Pastor Müller schließlich an die Gemeinde und bekam kräftigen Applaus mit stehenden Ovationen. Sichtlich gerührt, begab er sich schließlich in das voll besetzte Gemeindehaus. Hier blickten die Gemeindemitglieder und ihre Gäste bei Sekt und kleinen Snacks auf das alte Jahr zurück und stießen gemeinsam auf das neue an. Im Rahmen der Fahrt des Kirchenvorstands nach Rom im vergangenen Jahr lud dieser den Menslager Pastor zu einem römischen Abend ein

Ein Kinogutschein für den Filmkenner

Damit war die Geschenkerunde eröffnet: Auch vom Kirchenvorstand aus Berge, der Feuerwehr und zahlreichen anderen Gruppen gab es viele Aufmerksamkeiten. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens überraschten mit einem selbstgedichteten Lied, das alle Eigenschaften des Pastors von spontan bis lebendig thematisierte. Auch das Kindergottesdienstteam konnte über einige lustige Erlebnisse mit seinem Pastor berichten. So sei er immer zum „Quatschmachen“ bereit und habe zu jedem Thema einen passenden Film parat, weshalb sich ein Kinogutschein als Geschenk anbot. Der Menslager Bürgermeister Jürgen Kruse bedankte sich für „das Hüten der Menslager Schäfchen“, die Arndt-Bernhard Müller schnell für sich begeistern konnte. Während die Gospelgroup den Pastor zum Ehrenmitglied ernannte, da er immer die Proben unterbrochen hatte, lud die Orffgruppe ihn zu einer Probe in Form eines Privatkonzertes ein.

Stelle soll bis zum 1. Juni besetzt werden

Nach diesen Einladungen und indem er zunächst den Vorstellungsgottesdienst am 11. Februar und die Konfirmation im Frühjahr leitet, wird Pastor Müller das ein oder andere Mal weiterhin in Menslage zu sehen sein. Pastorin Christina Richter aus Quakenbrück und der Bippener Pastor Jürgen Loharens übernehmen schließlich die Vertretung, bis die freie Stelle im Kooperationsraum möglichst zum 1. Juni wieder besetzt werden soll


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