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Sanierung des Ortskerns Pläne in Salzbergen nehmen Formen an

Von Sven Lampe | 29.06.2016, 14:15 Uhr

Die Sanierung des Salzbergener Ortskerns nimmt weitere Züge an. Nachdem der von der Gemeinde ausgelobte Realisierungswettbewerb abgeschlossen wurde und ein Gewinner feststeht, gibt es jetzt eine konkrete Grundlage, auf der weitergeplant werden kann.

Das Rennen gemacht hat ein Planungsbüro aus Berlin. Die Landschaftsarchitekten Häfner, Jiménez, Betke und Jarosch setzten sich in den Augen der Jury mit ihrem Entwurf einstimmig gegen die Landschaftsarchitekten Scape aus Düsseldorf und Arbos Freiraumplanung aus Hannover durch. Insgesamt hatten sich 13 Planungsbüros an dem Wettbewerb beteiligt. Den fünf Preisrichtern - drei Planungsprofis und zwei Vertreter der Gemeinde - gefiel insbesondere die vorgeschlagene Definition des öffentlichen Raumes zwischen Bahnhofstraße Kirchumfeld und Bahnhof durch einheitliche Materalien. „Drei Platzflächen (Neuer Markt/Kirchplatz und Bahnhofsplatz) liegen wie Intarsien in dem sie umgebenden homogenen Belag“, heißt es in der Begründung der Jury. Auf Zustimmung stößt auch die Gestaltung des Neuen Marktes. Auf der jetzigen Parkfläche soll ein Platz geschaffen werden, auf dem Veranstaltungen wie ein Wochenmarkt oder Stadtfeste abgehalten werden können. Ebenso wohlwollend nahm die Jury die Vorschläge für den Kirchplatz und den Bahnhofsplatz auf. Die Jury lobt die ortsangemessene Gestaltung des Kirchplatzes und die barreierefreie Umsetzung einer Rampe auf dem Bahnhofsvorplatz.

Grundlage für weitere Pläne

Die Entwürfe, die Landschaftsarchitekt Jens Betke bei der Eröffnung einer Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge im Gemeindezentrum skizzierte, sind allerdings nicht Stein gemeißelt und werden nicht 1:1 umgesetzt werden. Vielmehr soll der Vorschlag als Grundlage für weitere Detailplanungen dienen, wie Bürgermeister Andreas Kaiser betonte. Zu den offenen Punkten gehört unter anderem die Auswahl der Materialien, die Realisierbarkeit und mögliche noch zu klärende Grundstücksfragen.

“Es wird Zeit, die Dinge nun anzupacken“

Und diese Detailplanungen sollen nach Kaisers Willen nun alsbald beginnen. Schließlich reichen die ersten Überlegungen, den Ortskern zu sanieren, bereits in die 1970er Jahre zurück.“Es wird Zeit, die Dinge nun anzupacken“, sagte Kaiser. Alles natürlich unter dem Vorbehalt, dass das Gewünschte auch bezahlbar ist, zum Beispiel auch mithilfe von Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm. „Man kann vieles planen, aber man muss es auch finanzieren“, brachte Kaiser die Dinge auf den Punkt. Mit der Umgestaltung des Ortskerns allein sei es allerdings nicht getan, benannte Kaiser das anstehende Programm: Letztlich gehe es nicht nur um die Optik, sondern auch darum, dass sich im Ort etwas tue: „Jetzt müssen wir es auf den Punkt bringen.“

Ausstellung im Gemeindehaus

Die Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge ist noch bis Ende kommender Woche im Gemeindezentrum zu sehen.