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Bürger haben es in der Hand Glasfaser für Salzbergen eine große Chance

Von Ludger Jungeblut | 13.12.2015, 09:40 Uhr

Die Gemeinde Salzbergen erhält die große Chance, größtenteils mit Glasfaser versorgt zu werden, um die Breitbandversorgung zu verbessern.

Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung im Kulturkeller einstimmig eine Grundvereinbarung und einen Gestattungsvertrag mit der Deutschen Glasfaser GmbH. Der Gestattungsvertrag, der sich auf das Telekommunikationsgesetz stützt, räumt der Deutschen Glasfaser einen Anspruch ein, die öffentlichen Straßengrundstücke der Gemeinde Salzbergen für den Ausbau des Glasfasernetzes unter bestimmten Voraussetzungen nutzen zu können. Zuvor hatte Projektleiter Mirko Tanjsek vom Büro Borken der Deutschen Glasfaser ausführlich das Projekt vorgestellt. Nach seiner Darstellung sind Glasfasern die Datenautobahn der Zukunft. Die neueste technische Infrastruktur steigere den Wert einer Immobilie.

Jedes Haus kann angeschlossen werden

Die Deutsche Glasfaser mit Sitz in Borken plant im nächsten Jahr innerhalb der Wohnbaugebiete von Salzbergen und Holsten die Schaffung einer Glasinfrastruktur in der Ausbauvariante „Fibre to the Home“. Dies bedeutet, dass jedes Haus in diesem Gebiet künftig an das Glasfasernetz angeschlossen werden kann.

In einem zweiten Schritt ist die Versorgung des Industriegebietes Süd vorgesehen. Das Unternehmen macht zur Bedingung, dass 40 Prozent der in einem Ausbaugebiet gelegenen Haushalte einen Versorgungsvertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen. Für das Industriegebiet Süd beträgt die Quote 50 Prozent.

In Hopsten findet das Angebot große Resonanz

In anderen Gemeinden findet das Angebot des Unternehmens große Resonanz. So wurde zum Beispiel in Hopsten die Quote noch vor Ablauf der Bewerbungsfrist mit 46 Prozent klar erfüllt, in den Hopstener Ortsteilen Halverde und Schale fällt die Zustimmung mit 60 beziehungsweise 52 Prozent noch deutlich höher aus.

Mirko Tanjsek kündigte Informationsveranstaltungen in Salzbergen an, um die Bürger von dem Projekt zu überzeugen. Wird die Quote von 40 Prozent erreicht, soll im dritten Quartal 2016 mit den Bauarbeiten begonnen werden, sodass weite Teile der Gemeinde ab 2017 an das Glasfasernetz angeschlossen wären.

„Diese Zukunft dürfen wir nicht verschlafen“

Tanjsek bat Rat und Verwaltung, die er als Multiplikatoren bezeichnete, um Unterstützung bei der Verwirklichung des Vorhabens: „Sie sind diejenigen, die uns die Türen öffnen.“

Bürgermeister Andres Kaiser betonte: „Durch die Versorgung der Haushalte mit bis zu 100 Mbit/s würde die Standortqualität für Wohnen und Gewerbe in Salzbergen deutlich verbessert.“ Nach seinen Angaben gibt es neben der Deutschen Glasfaser keine anderen Unternehmen, die ein Angebot zur Verbesserung der Breitbandversorgung in Salzbergen unterbreitet haben. Der Bürgermeister appellierte eindringlich an die Bevölkerung, das Angebot der Deutschen Glasfaser zu nutzen. Frank Elling (CDU) meinte, dass eine gute Breitbandversorgung genauso wichtig wie fließendes Wasser oder eine Stromversorgung sei. SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Walter betonte, das schnelle Internetverbindungen die Zukunft seien. „Diese Zukunft dürfen wir nicht verschlafen.“

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