Jahresrückblick 2017 Ortskernsanierung in Salzbergen geht voran

Von Sven Lampe

Die Sanierung des Ortskernes war das alles beherrschende Thema des Jahres in Salzbergen. Foto: Sven LampeDie Sanierung des Ortskernes war das alles beherrschende Thema des Jahres in Salzbergen. Foto: Sven Lampe

Salzbergen. Baustelle hier, Baustelle dort. Gefühlt in fast jeder Straße Salzbergens sind irgendwann im Laufe des ablaufenden Jahres Bauarbeiter aufgetaucht.

Die größten Baustellen waren von der Gemeinde gewollt und geplant. Im Mai gab der Rat offiziell den Startschuss für den Beginn der lang ersehnten Sanierung des Ortskerns. Im ersten Schritt begann die Sanierung der Emsstraße von der Eisenbahnunterführung bis etwa in Höhe der Volksbank. Dort entsteht, von der Eisenbahn aus gesehen, eine sechs Meter breite asphaltierte Tempo-30-Straße mit einem beidseitigen Radfahrerschutzstreifen. Ganz so schnell wie von Planern und Verantwortlichen erhofft sind die Arbeiten allerdings noch nicht vorangeschritten. Da bei den Tiefbauarbeiten im Geflecht der dort vor vielen Jahren verlegten Leitungen immer wieder neue Herausforderungen auftauchten und zusätzlich das Grundwasser Probleme bereitet, konnte der Abschnitt nicht wie vorgesehen bereits im Dezember fertiggestellt werden.

Ortskernentlastungsstraße

Deutlich schneller als geplant geht es dagegen bei den Bauarbeiten an der Ortskernentlastungsstraße voran. Das vorgesehene Jahresziel Nepomukweg ist längst weit überschritten. Der Spatenstich sei weit mehr als der Beginn von profanen Straßenbauarbeiten, sagte Salzbergens Bürgermeister Andreas Kaiser im Juni. Es handele sich vielmehr um das Startsignal für umfangreiche, positive Entwicklungen in Salzbergen. Mit dem Baubeginn für das Millionenprojekt endete für Salzbergen eine fast 20 Jahre währende Vorgeschichte mit einem jahrelangen Rechtsstreit.

Breitband

Gut dabei ist die Gemeinde laut Bürgermeister auch beim Breitbandausbau. Nachdem das Unternehmen Deutsche Glasfaser im Ortskern aktiv geworden war, gab es nun den Zuschlag für einen weiteren Ausbau des Netzes in den Außenbereichen durch die RWE-Tochter Innogy. Eine positive Bilanz zog der Bürgermeister auch in Sachen Tourismus. Unter anderem als Wegpunkt des Vier-Sterne-Radweges mit der Soleförderstelle, dem Feuerwehrmuseum und weiteren Sehenswürdigkeiten sei die Gemeinde gut aufgestellt. Die Kommune schätzt, dass 2017 rund 45000 Übernachtungsgäste in Salzbergen eine Herberge gefunden haben.

Weitere Kita

Auf den Weg gebracht hat die Gemeinde in den vergangenen Monaten auch die notwendig gewordene vierte Kindertagesstätte, die bis 2019 an der Nordmeyerstraße entstehen soll. Gut voran geht es laut Kaiser auch bei der Erschließung und Vermarktung neuer Gewerbeflächen wie beispielsweise an der L39 und im Gewerbegebiet Holsterfeld rechts, wo es erste sichtbare Zeichen gebe.

Ein Lob der Feuerwehr

Ein besonders Lob zum Jahresende gab es vom Verwaltungschef für die Freiwillige Feuerwehr. Diese habe ihre Leistungsfähigkeit immer dann unter Beweis gestellt, wenn es nötig gewesen sei. Im Sinn hatte der Bürgermeister dabei sicher auch den Großbrand in einer Produktionshalle eines kunststoffverarbeitenden Betriebes Anfang Dezember, den die Salzbergener Wehr gemeinsam mit den Kameraden der Werksfeuerwehr der Raffinerie und den Wehren aus Emsbüren, Spelle und Schüttorf unter Kontrolle bringen konnte.


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