„Muss Konkurrenz nicht scheuen“ Feuerwehrmuseum Salzbergen erhält Gütesiegel

Von Anne Bremenkamp

Stolz auf die Auszeichnung des Feuerwehrmuseums Salzbergen mit dem Gütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen zeigten sich (von links) Hans Rösner, Andreas Kaiser, Michael Haverkamp, Marc-André Burgdorf, Thomas Kolmes und Marcus Droste. Foto: Anne BremenkampStolz auf die Auszeichnung des Feuerwehrmuseums Salzbergen mit dem Gütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen zeigten sich (von links) Hans Rösner, Andreas Kaiser, Michael Haverkamp, Marc-André Burgdorf, Thomas Kolmes und Marcus Droste. Foto: Anne Bremenkamp

Salzbergen. Das Feuerwehrmuseum Salzbergen ist mit dem Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen (MVNB) ausgezeichnet worden.

Das Gütesiegel wird seit 2006 jährlich vergeben, das Feuerwehrmuseum Salzbergen gehört zu den nur acht rein ehrenamtlich geführten von insgesamt 108 Museen, denen in den vergangenen zehn Jahren diese Ehre zuteil wurde. „Das ist die Gemeinschaftsleistung eines starken Teams, das unser Feuerwehrmuseum mit Ideen und Leben füllt. Die Auszeichnung ist uns Zuspruch und Anspruch zugleich“, unterstrich Thomas Kolmes als Vorsitzender des Feuerwehrmuseumsvereins während eines Festakts.

Sammlung seit 1977

Seit 1977 wird in Salzbergen gezielt historische Brandschutztechnik gesammelt. 1986 gründete sich der Verein Feuerwehrmuseum Freiwillige Feuerwehr. 1993 wurde das überregional hoch gelobte Museum am Overhuesweg eröffnet, das von Ehrenamtlichen mit viel Herzblut zu einem ebenso anschaulichen wie archivarischen Kleinod ausgearbeitet wurde. Die Kommission des Museumsverbands hatte sich beeindruckt gezeigt von der Qualität der Museumsarbeit sowie der durchdachten Sammlungsstrategie.

Offizielle Verleihung in Hannover

Den langen und nicht immer leichten Weg bis zum Erhalt des Gütesiegels und der offiziellen Verleihung in Hannover zeichnete in seiner unnachahmlich humorvollen Art Schriftführer Marcus Droste nach. Er dankte insbesondere MVNB-Vorstandsmitglied Michael Haverkamp, der das Potenzial des Feuerwehrmuseums schnell erkannt und den Anstoß zur Bewerbung gegeben hatte. „Wir sind stolz darauf, alle Verbesserungen unserer Arbeit und unseres Museums unter Anleitung von Experten umgesetzt zu haben“, sagte Marcus Droste. Er verwies auf den einzigen Wermutstropfen: die noch zu realisierende Verbesserung der Gebäude- und Depotsituation.

Um geeignetere Unterkunft bemüht

„Eure Mühen allein und eine stetig zu beobachtende Qualitätssteigerung sind schon das Gütesiegel wert“, sagte Bürgermeister Andreas Kaiser. Er versicherte, dass Politik und Verwaltung um die Zukunft des Feuerwehrmuseums in einer geeigneteren Unterkunft bemüht seien. „Die ehrenamtlichen Akteure des Feuerwehrmuseums müssen sich einer Konkurrenz mit Museen, in denen Profis am Werk sind, nicht scheuen“, würdigte Kreisrat Marc-André Burgdorf. Das Museum trage wesentlich dazu bei, die vorbildliche Leistung der Feuerwehrkameraden nach außen zu tragen, die tagtäglich im Dienste des Gemeinwohls retten, löschen, bergen und schützen.

Junges Team

„In Salzbergen verbindet ein überdurchschnittlich junges Team Tradition und Moderne“, lobte Hans Rösner, Archivar des Landesfeuerwehrverbands Niedersachsen das Feuerwehrmuseum, das kleinen wie auch großen Besucher auf 800 Quadratmetern die Geschichte der Feuerwehr lebendig und immer einen Besuch wert macht.


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