Warum ist die Region attraktiv? Interviews für Studie zum Erfolg des Emslandes

Ehrenamtlich Engagierte haben Fragen zum Emsland in Interviews mit Theresa Damm (6. von rechts) und Manuel Slupina (2. von rechts) vom Berlin-Institut beantwortet. Foto: KolpingwerkEhrenamtlich Engagierte haben Fragen zum Emsland in Interviews mit Theresa Damm (6. von rechts) und Manuel Slupina (2. von rechts) vom Berlin-Institut beantwortet. Foto: Kolpingwerk

Salzbergen. Das Berlin-Institut erarbeitet eine Studie im Emsland zu den Faktoren für die positive Entwicklung der Region. Das war Anlass für einen Interviewabend mit engagierten Ehrenamtlichen im Kolping-Bildungshaus Salzbergen.

Manuel Slupina vom Berlin-Institut stellt laut einer Pressemitteilung des Kolpingwerks den Anlass für die Studie wie folgt dar: „Die Abwanderung junger Menschen und die auch auf dem Land niedrigen Geburtenzahlen lassen die Bevölkerung in vielen ländlichen Regionen schrumpfen und überproportional altern. Einige Regionen schaffen es jedoch noch, sich diesem allgemeinen Trend zu entziehen. Selbst abgelegene Dörfer und Kleinstädte können hier ihre Einwohnerzahlen halten oder gar neue Bewohner hinzugewinnen. Das Emsland gilt als beispielhaft für Regionen, die trotz ihrer peripheren Lage eine günstige demografische wie wirtschaftliche Entwicklung aufweisen.“

Engagement und Zusammenhalt entscheidend

Doch was steckt hinter diesem Erfolg? Wie schaffen es die Menschen vor Ort, attraktive Lebensbedingungen zu erhalten, jüngere Bewohner zum Bleiben zu ermutigen oder neue Zuzügler anzuziehen? Studien zeigen, dass das Engagement und der Zusammenhalt der Menschen in den Dörfern und Städten entscheidende Faktoren sind.

Im Auftrag des Bistums und des Caritasverbandes

Der Leiter des Kolping-Bildungshauses Markus Silies begrüßt ausdrücklich, dass das Bistum Osnabrück und der Caritasverband das Berlin-Institut beauftragt haben, um im Emsland diese Fallstudie durchzuführen und die Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements in der Region zu beleuchten.

„Wir möchten in der Studie aufzeigen, wie das Engagement im Emsland organisiert ist und wie die verschiedenen Akteure miteinander vernetzt sind. Auch die Rolle der Kirche im katholisch geprägten Emsland ist Teil der Erhebung“, sagt Theresa Damm, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Berlin-Instituts. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, welche Herausforderungen und gesellschaftlichen Veränderungen auf das Emsland zukommen und wie sich die zivilgesellschaftlichen Strukturen in die Zukunft transportieren lassen.

Ergebnisse im Frühjahr 2017

Zurzeit werden Gespräche vom Berlin-Institut mit Vertretern von Kirchen, Vereinen, Verbänden sowie von Politik und Wirtschaft geführt. Die Ergebnisse der Studie sollen im Frühjahr 2017 vorgestellt werden.

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