Ein bisschen Mord muss sein Spannende Krimilesung aus der Wilsberg-Welt in Salzbergen

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Während der von KIS präsentierten spannenden Krimilesung im Kulturkeller in Salzbergen nutzte so mancher Wilsberg-Fan die Chance, sich die Bücher über den kauzigen Privatdetektiv von Autor Jürgen Kehrer (links) höchstpersönlich signieren zu lassen. Foto: Anne BremenkampWährend der von KIS präsentierten spannenden Krimilesung im Kulturkeller in Salzbergen nutzte so mancher Wilsberg-Fan die Chance, sich die Bücher über den kauzigen Privatdetektiv von Autor Jürgen Kehrer (links) höchstpersönlich signieren zu lassen. Foto: Anne Bremenkamp

Salzbergen. „Ich drehte mich um und schaute in den Lauf eines Schrotgewehres“: Mit diesem dramatisch anmutenden Satz des kauzigen Privatdetektivs Wilsberg hat dessen literarischer Vater Jürgen Kehrer auf Einladung der Kulturinitiative Salzbergen (KIS) im Kulturkeller eine ebenso spannende, wie geistreiche Krimilesung mit Münsteraner Lokalkolorit beendet.

Die entscheidende Frage ließ der Autor offen: Wer ist Täter, wer ist Opfer? Dass das beeindruckte Auditorium diese Antwort sicher noch selbst herausfinden wird, davon zeugte das große Interesse an den Erzählungen, den Büchern und der Signierstunde des charismatischen Schriftstellers. Jürgen Kehrer wurde in diesem Jahr vom Syndikat, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, mit dem „Ehrenglauser“ ausgezeichnet als Würdigung seines bisherigen literarischen Gesamtwerks.

Lokalkolorit

„Ein bisschen Mord muss sein“ lautet der Buchtitel des neuesten und 19. Wilsberg-Krimis, den Jürgen Kehrer in einem unterhaltsamen Mix zwischen Lesung und Talk vorstellte. Vor 25 Jahren hat er die Figur des Georg Wilsberg kreiert – ein Protagonist, der die üblichen Unbilden der menschlichen Existenz und des Verbrechens zu bewältigen hat. Die Krimi-Stadt Münster ist dabei kein zufälliger Hintergrund, sondern unabdingbarer Teil des Romangewebes, zumal auch der 1956 in Essen geborene Jürgen Kehrer dort seit 1974 lebt.

ZDF-Serie seit 20 Jahren

Seit zwanzig Jahren ist die Krimireihe „Wilsberg“ samstags im ZDF zu sehen, mehr als sieben Millionen Zuschauer fiebern durchschnittlich mit, wenn Georg Wilsberg zwischen Kreuzviertel und Aa-See, zwischen Prinzipalmarkt und St. Paulus-Dom ermittelt. Jürgen Kehrers Regionalkrimis zeichnen sich durch typisch münstersche Szenarien aus. Im neuen Roman, den Jürgen Kehrer in Salzbergen vor einem gebannten Auditorium in Auszügen las und lebendig kommentierte, ist Wilsberg mal wieder klamm und deshalb leider käuflich. Entgegen seines Privatschnüffler-Bauchgefühls übernimmt er den Fall seines ehemaligen Studienkollegen und jetzigen Schlagerstars Wolf Schatz. Schnell wird es brenzlig. Bei der geplanten Geldübergabe stirbt der Auftraggeber, ein pikantes Karnevalsprinzen-Video taucht auf, Wettschulden müssen beglichen werden und immer wieder gerät Wilsberg in die Schusslinie.

Autor in Plauderlaune

Nur zu gern nutzten die vielen Gäste der Kulturinitiative die Gelegenheit, nach der Lesung ins Gespräch mit einem in Plauderlaune aufgelegten Jürgen Kehrer zu kommen und so manches Insiderwissen rund um die münsterländisch-kriminelle Welt des Georg Wilsberg in Erfahrung zu bringen – in bester emsländischer Detektivmanier.


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