Vermarktung im neuen Jahr Neues Baugebiet in Salzbergen mit 58 Plätzen

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Grünes Licht hat der Gemeinderat Salzbergen gegeben, damit das Kolping-Bildungshaus im Rahmen der Bauleitplanung ein neues Tagungsgebäude errichten und den Speisesaal erweitern kann. Foto: Markus SiliesGrünes Licht hat der Gemeinderat Salzbergen gegeben, damit das Kolping-Bildungshaus im Rahmen der Bauleitplanung ein neues Tagungsgebäude errichten und den Speisesaal erweitern kann. Foto: Markus Silies

Salzbergen. Die Unterbringung von Flüchtlingen und ein neues Baugebiet haben im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Salzbergen gestanden.

Bürgermeister Andreas Kaiser verwies darauf, dass bis Ende Januar 68 weitere Asylbewerber in Salzbergen aufgenommen werden müssen. Der Bürgermeister: „Aus dieser Quote wurden bereits 13 Personen zugewiesen, von denen zehn untergebracht sind. Drei Personen sind derzeit nicht auffindbar.“ Weitere sieben Personen würden in den nächsten Tagen erwartet. Die vom Landkreis eingerichtete Task Force leiste wertvolle Unterstützung, lobte Kaiser.

Momentan stehe noch Wohnraum zur Verfügung. „So lange wie möglich sollen die Flüchtlinge dezentral untergebracht werden“, unterstrich der Verwaltungschef. Er appellierte an Privatpersonen, der Gemeinde weitere Mietwohnungen zu melden. Da inzwischen zahlreiche Häuser und Wohnungen zu betreuen sind, ist nach den Worten von Kaiser geplant, auf der Basis von geringfügiger Beschäftigung Hausmeister einzustellen, die die Wohnungen instand halten und die Bewohner zu Ordnung und Sauberkeit anhalten. Der Bürgermeister freute sich, dass sich der „Internationale Freundeskreis Salzbergen“ inzwischen als gemeinnütziger Verein mit 110 Mitgliedern etabliert hat. Erstmals habe auch der „Runde Tisch Flüchtlingssituation Salzbergen“ getagt, der sich aus allen Beteiligten – darunter auch Behördenvertreter – zusammensetze. „Der Runde Tisch soll künftig alle Informationen bündeln und Aktionen gegebenenfalls koordinieren. Es ist wichtig, dass die Gemeinde hier federführend tätig bleibt.“

Einstimmig votierten die Ratsmitglieder für die Änderung des Flächennutzungsplanes und fassten den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Nördlich L 39, erster Teilbereich“. Auf dem Gelände werden 58 Bauplätze ausgewiesen. Bevor der Bebauungsplan Rechtskraft erlange, müsse der Landkreis im Dezember noch eine Korrektur des Landschaftsschutzgebietes auf den Weg bringen, erläuterte Kaiser. „Wir hoffen darauf, die Plätze Anfang des neuen Jahres vermarkten zu können, zumal die Nachfrage sehr groß ist“, erklärte er. CDU-Fraktionsvorsitzender Alfred Vehring sagte: „Das Verfahren ist ein Lehrstück, was alles erforderlich war, um ein Baugebiet auszuweisen. Wenn es nach dem Rat gegangen wäre, hätten wir das Baugebiet viel zügiger vermarktet.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Walter zeigte sich erfreut, „dass wir soweit gekommen sind.“ Mit Blick auf das langwierige Verfahren betonte Walter die Notwendigkeit, dass alles seine Richtigkeit haben müsse.

Im nächsten Jahr sollen die 58 Bauplätze im Baugebiet „Nördlich L 39, erster Teilbereich“ in Salzbergen vermarktet werden. Grafik: Gemeinde Salzbergen/Heiner Wittwer

Ebenfalls einstimmig fassten die Mandatsträger den Satzungsbeschluss für die sechste Änderung des Bebauungsplanes „Koberg I“. Damit wurde der Weg frei, damit auf dem Gelände des Kolping-Bildungshauses ein neues Tagungshaus entsteht und der Speisesaal erweitert wird.


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