Feier zum 50-jährigen Jubiläum 1700 Schützen jubeln in Salzbergen

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Salzbergen. 1700 Schützen und zwölf Musikzüge haben am Samstag den Rahmen für eine imposante Jubiläumsfeier aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Hubertus-Schützenvereins Salzbergen gebildet.

„Herzlich willkommen zum Jubeln im Kongo ! Das sieht einfach klasse aus!“: Thomas Mülder als Vorsitzender des Hubertus-Schützenvereins Salzbergen e.V. ließ während der Begrüßung zum 50-jährigen Jubelschützenfest den Blick schweifen über 29 Gastvereine, 12 Musikzüge, prächtige Majestätskutschen, ganz viel Fußvolk und mehr als 1700 Schützenbrüder, die in Reih und Glied standen, um dem Jubiläumsverein ihre Aufwartung zu machen. Anno 1965 erklärten die Ortsteile Langenberg, Birkendorf, Öchtel und Bruch ihre schützenfestliche Unabhängigkeit, seitdem wird diese Ecke Salzbergens in Anlehnung an die sog. „Kongo-Wirren“ in Schwarzafrika liebevoll Kongo und die dort beheimateten 354 Schützenbrüder Kongorebellen genannt.

Bis zu 3000 Jubelgäste hatten es sich nicht nehmen lassen, bei herrlichstem Kongo-Wetter echtes Kongo-Feeling zu erleben, denn Bürgermeister Andreas Kaiser betonte als Schirmherr des Jubelschützenfestes: „Der Kongo ist eine Marke, die weit über Salzbergen hinaus bekannt und beliebt ist. Er feiert traditionell das letzte Schützenfest im Salzbergener Jahreskreis und er ist der größte Schützenverein im Kirchspiel Salzbergen.“ Alle sieben Schützenvereine im Gemeindegebiet Salzbergen seien Ausdruck selbstbewusster Ortsteile und der Kitt, der ihre Identität und ihre Gemeinschaft fest zusammenhalte.

„Hier wird heute für einen friedlichen Anlass marschiert“, erinnerte Pfarrer Michael Langkamp daran, dass die Schützenvereine im 17. Jahrhundert auch deshalb entstanden seien, weil die Menschen sich nach dem Dreißigjährigen Krieg nach Frieden und den verloren gegangenen Bräuchen sehnten. Und Pastor Marcus Droste, selbst inmitten des Kongos wohnend, betonte angesichts der nicht abreißenden Menge der bewehrten Schützen: „Selten habe ich mich hier so sicher gefühlt wie heute, möge Gott den Kongo auch weiterhin behüten.“ Seit fünf Jahren hatten die Kongorebellen ihrem großen Jubiläum entgegengefiebert und umsichtige Vorbereitungen getroffen.

Als alle Gastvereine Formation eingenommen hatten, zogen schließlich, begleitet von den Klängen des Musikvereins Salzbergen und dem Jubel der Gäste die Kongorebellen ein. Angeführt wurde die imposante Parade von dem amtierenden Jubelkönigspaar Andreas und Claudia Stein sowie der 40-köpfigen Kongo-Wache.

Nachdem die Fahnenbänder an die Gastvereine überreicht waren und die Musikzüge mit dem gemeinsamen Aufspielen von Preußens Gloria Gänsehautfeeling verbreitet hatten, marschierte ein pompöser Festumzug durch die nicht minder prächtig geschmückten Straßenzüge. Auf den letzten Metern zur Festwiese standen die Kongorebellen ihren Gästen Spalier und ebneten so den Weg bis hin zum Festzelt, wo mit ausgedehnter Geselligkeit und viel Frohsinn zünftig gefeiert wurde. Für ein solches Partyspektakel waren die Kongorebellen bereits ausdauernd trainiert, denn am Vorabend des Jubelschützenfestes hatte der vereinsinterne Langenbergener Abend nach einem ökumenischen Wortgottesdienst bereits eine Mordsgaudi bereitet. Viele Kongorebellen waren für langjährige Mitgliedschaft oder besondere Verdienste geehrt worden und mit Thomas Finzel wurde auch der neue Kaiser lautstark begrüßt.


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