Als erste Schule im Emsland Oberschule Salzbergen ist „Fairtrade-School“

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Fair gehandelte Produkte präsentieren diese Oberschüler aus Salzbergen anlässlich des Fairtrade-Projekttags. Foto: Anne BremenkampFair gehandelte Produkte präsentieren diese Oberschüler aus Salzbergen anlässlich des Fairtrade-Projekttags. Foto: Anne Bremenkamp

Salzbergen. Die Oberschule Salzbergen ist die erste anerkannte Fairtrade-School im Emsland und die 120. Schule bundesweit, die sich nachhaltig für fairen Handel einsetzt. Die Schule hat jetzt im Rahmen eines jahrgangsübergreifenden Projekttags ihr Fairtrade-Zertifikat erhalten.

„Welt, mach die Augen auf, es ist so dunkel hier. Bring uns Licht und sag der Dritten Welt: Wir helfen dir. Heute an diesem Tag singen wir dieses Lied über Frieden und Gerechtigkeit, das, was uns Fairtrade gibt.“ Dieser berührende Songtext aus der Feder von Salzbergener Oberschülern bringt es auf den Punkt: Produkte des fairen Handels entstehen ohne Zwangs- und Kinderarbeit, sind auch ökologisch vertretbar, und die Hersteller aus den Entwicklungsländern werden fair entlohnt.

„Ihr seid spitze! Fairer Handel leidet allzu oft unter Überalterung. Hier in Salzbergen ist der Nachwuchs gesichert“, zeigten sich Angelika Boden, ehrenamtliche Referentin der Fairtrade-Dachorganisation „TransFair“, und Beate Steffens des Vereins „Aktion humane Welt“, begeistert von der Eigeninitiative der Oberschüler, ihrer Lehrer und Eltern.

Den ersten gedanklichen Anstoß auf dem Weg zur Fairtrade-School Salzbergen hatten Schulsozialarbeiterin Mareike Meyer und Konrektor Markus Hagemeier gesetzt. Ihre Idee war innerhalb der Schulgemeinschaft sofort auf fruchtbaren Boden gefallen. Schnell hatte sich ein kreatives Fairtrade-Team gebildet, im Schulkiosk werden fair gehandelte Lebensmittel angeboten und im Unterricht für soziale Gerechtigkeit, bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit sensibilisiert.

Gesicht und Stimme

Im Rahmen des Projekttags erarbeiteten die etwa 290 Schüler in 18 ganz unterschiedlichen Projekten ihre persönlichen Anliegen rund um Fairtrade. Die beeindruckenden Ergebnisse fassten die Schülervertreter Max Altevolmer und Nils Eggenkämper zusammen: „Fairer Handel und ungerechte Welthandelsstrukturen gehen uns alle etwas an. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, den Menschen hinter den billig auf den Markt geschmissenen Produkten ein Gesicht und eine Stimme zu geben.“

„Vielen fairen Dank!“, lobte Schulleiterin Ulla Onken das Verantwortungsbewusstsein und den aktiven Einsatz für eine bessere Welt.

Auch Bürgermeister Andreas Kaiser äußerte seinen Respekt vor der engagierten Schulgemeinschaft: „Fair geht vor! Ihr seid alle ganz weit vorne!“ Er zeigte sich überzeugt: „Diese Auszeichnung ist nur ein Meilenstein innerhalb des an dieser Schule gelebten Fairtrade-Gedankens. Sie schärft zudem das Schulprofil und belegt die Internationalität der Oberschule Salzbergen.“


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