Zum Gedenken an viele Menschen Bewegende Feier am Ehrenmal in Salzbergen

Bewegend: Berivan Bakeer aus Syrien während ihrer Rede in Salzbergen. Foto: Alfred MöllerBewegend: Berivan Bakeer aus Syrien während ihrer Rede in Salzbergen. Foto: Alfred Möller

Salzbergen. Starr standen die vielen Teilnehmer am Ehrenmal in Salzbergen, als die Berivan Bakeer ihre eindrucksvolle Rede zum Volkstrauertag beendet hatte.

Zuvor hatten der Musikverein und der Kirchenchor St. Cyriakus die Gedenkfeier musikalisch eröffnet und Bürgermeister Andreas Kaiser erinnerte während seiner Begrüßung auch an den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren, den Beginn des
2. Weltkrieges durch den Einmarsch deutscher Truppen in Polen vor 75 Jahren und den Fall der Mauer vor 25 Jahren.

Sein besonderer Gruß galt den Soldaten des Sanitätszentrums Rheine, die mit einer starken Abordnung an der Gedenkfeier teilnahmen. Dies allerdings zum letzten Mal – Ende des Jahres wird die Einheit, für die die Gemeinde Salzbergen eine Patenschaft übernommen hat, im Zuge der Bundeswehrreform aufgelöst.

Nach der Kranzniederlegung durch den Bürgermeister und Stabsfeldwebel Jürgen Meese hörten die Besucher dann auf die Worte von der gebürtigen Syrerin Berivan Bakeer, die in bewegenden Worten ihre Gedanken zum Volkstrauertag vortrug.

Im Jahre 1997 hatten ihre Eltern aufgrund der dortigen Lage, der Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen die Entscheidung getroffen, Syrien zu verlassen und ein neues Leben in Deutschland zu beginnen. Ihre gesamte Wohngegend von damals sei heute restlos zerstört und so könne sie auch den Schmerz vieler Vertriebener nachvollziehen, die heute noch in Salzbergen leben.

„Jeder soll das Recht haben, sein Glück in der eigenen Heimat zu finden“, so Bakeer. Weiterhin machte sie die Verbindung zwischen dem Elend und Leid nach den Kriegen in Deutschland und der heutigen Situation in Syrien deutlich. „An diesem Ehrenmal vereinigt sich das Leid aller Menschen und Nationen“, so Bakeer abschließend.

Mit der Nationalhymne wurde die Gedenkfeier beendet.

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