Kaffeekonzert der Musikschule Leichte Muse auf hohem Niveau in Salzbergen

Von Peter Löning


ploe Salzbergen. „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines bisschen Glück“, so das Motto des Kaffeekonzerts in der Mensa der Oberschule in Salzbergen, zu dem am Wochenende das Salonensemble der Musikschule gelockt hat. Ein Konzert der „Niedersächsischen Musiktage“. Ein überaus lecker arrangiertes Kuchenbuffet mit Kaffee an hübsch dekorierten Tischgruppen machten die ansonsten eher nüchterne Schulmensa zu einem Ort, an dem man gern nach dem kleinen bisschen Glück Ausschau hält.

Das Salonensemble der Musikschule wollte sich hier nicht im Mittelpunkt sehen, wenngleich sich dies nicht ganz umsetzen ließ. Vielmehr war das Publikum aufgefordert, sehr wohl sich auch während des Musizierens lukullisch zu verwöhnen und weiter zu unterhalten.

Bruno Sommer am Klavier, Viola Venschott am Cello und Felix Hammer sowie Wanja Brinkmann an den Violinen (allesamt Lehrer der Musikschule des Emslandes) schritten mit einigem Wiener Operetten- und Walzercharme durch ein Programm voller musikalischer Schmankerl.

Bekannte Melodien

Boccherinis berühmtes Menuett war dabei, natürlich kamen Johann Strauß und Franz Lehár. Beethoven, Dvorák und natürlich Fritz Kreisler waren zu hören und einige mehr. Immer aber war es garantiert: Die Melodie kennen Sie! Leichte Muse auf hohem Niveau dargeboten, das war nett zu hören.

Gewinnen nur konnte das Ganze durch die smarte, nicht unwitzige und in der Präsentation beinahe TV-reife Moderation Wanja Brinkmanns, der mit fundierten wie anekdotischen Hintergrundinformationen das Interesse geschickt auf das nächste zu hörende Stück lenkte.

Ein besonderes Bonbon hierbei war sein kleines Interview mit der Sängerin Caroline Többen, die als Gast zuvor sehr bereichernd einige Lieder aus ihrem Repertoire zu dem Programm beigetragen hatte.

Das Konzept der Musiktage, ungewohnte Spielorte zu suchen, schien sich hier leider nicht ganz ausgezahlt zu haben. Die Besucherzahl lag weit unter den Erwartungen der Veranstalter. Vielleicht aber lässt sich das bei einem nächsten Mal steigern. Lecker war es allemal.

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