In Ruhestand verabschiedet August Roosmann ein Kolpinger mit „Leib und Seele“

Von Thomas Pertz

Viele Gäste kamen am Samstag zur Verabschiedung von August Roosmann (vorne, fünfter von links, neben ihm Ehefrau Helga. Der Messinger war nach 42 Dienstjahren als Jugend-, Diözesan- und Landessekretär beim Kolpingbildungswerk Diözesanverband Osnabrück feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Foto: Thomas PertzViele Gäste kamen am Samstag zur Verabschiedung von August Roosmann (vorne, fünfter von links, neben ihm Ehefrau Helga. Der Messinger war nach 42 Dienstjahren als Jugend-, Diözesan- und Landessekretär beim Kolpingbildungswerk Diözesanverband Osnabrück feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Foto: Thomas Pertz

Salzbergen. Vor rund 100 Gästen – an der Spitze Landtagspräsident Bernd Busemann und der frühere Präsident des EU-Parlaments Hans-Gert Pöttering – ist am Samstag in Salzbergen August Roosmann in den Ruhestand verabschiedet worden.

Über vier Jahrzehnte hat der ehrenamtliche Messinger Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete in verschiedenen Bereichen des Kolpingwerkes Diözesanverband Osnabrück hauptamtlich gearbeitet. Rund 100 Gäste zollten ihm dafür bei einer Feierstunde in der Grundschule in Salzbergen ihre Hochachtung. In mehreren Wortbeiträgen, Bildercollagen und umgetexteten Liedern wurde dabei deutlich, dass hier nicht irgendein Verbandsfunktionär verabschiedet worden ist, der in unzähligen Gremiensitzungen Arbeitspapiere von rechts nach links geschoben hat. Roosmanns Fähigkeit, andere Menschen für die Ideen und Ideale Adolph Kolpings zu gewinnen, für ehrenamtliches Mitgestalten, zog sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Reden.

„Mit zehn tüchtigen Leuten richtet man mehr an als mit 100, die nicht wissen, was sie machen sollen“, zitierte Diözesanvorsitzender Norbert Frische Adolph Kolping. Roosmann gehöre zu den „Top Ten“, betonte der Osnabrücker.

Generalvikar Theo Paul, der Roosmann bereits seit Jugendgruppenleiterstunden in den 70er Jahren kennt, verwies auf dessen Verlässlichkeit als Kolpinger, die ihn immer beeindruckt habe. Aus tiefster christlicher Überzeugung heraus habe der Messinger Impulse in der Sozialpolitik gesetzt und hier Vieles auf den Weg gebracht. „Du hast Dich stets für die Sorgen der Menschen interessiert, bist ein Anwalt für die Letzten, die in der Gesellschaft ausgegrenzt werden“.

Kolpinger setzten sich für andere Werte ein, seien keine „Laufburschen ökonomischer Entwicklungen“, betonte der stellvertretende Landrat Heinz Rolfes. In diesem Sinne habe auch Roosmann gehandelt. Karl Schiewerling, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ordnete Roosmanns Arbeit aktuellen Fragestellungen in der Gesellschafts- und Beschäftigungspolitik zu. Christliche Wertmaßstäbe als Orientierungspunkte und Leitplanken für das eigene Leben anzusehen bleibe eine Aufgabe des Kolpingwerkes. Hier sei Roosmann durch seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, sehr erfolgreich gewesen.

Das war auch am Samstag in Salzbergen unübersehbar. Zahlreiche Bilder, die Diözesansekretär Stefan Düing und weitere Mitstreiter zusammengestellt hatten, zeigten über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten einen im Laufe der Jahre zwar äußerlich veränderten aber im Wesenskern gleich gebliebenen Menschen: im Gespräch, in der Diskussion, beim Arbeiten und auch Feiern mit anderen. „Deine große Wertschätzung für andere, das bleibt mir immer in Erinnerung“, sagte Maren Klösener von der Diözesanleitung Osnabrück.

Roosmann selbst dankte abschließend allen sichtlich bewegt für die guten Worte. So wie ganz am Anfang werde er nun ehrenamtlich als Kolpinger weitermachen, schloss sich für ihn der Kreis.


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