Erinnerung an verstorbene Künstler Neue Ausstellung im Salzbergener Rathaus

Von Manfred Buschhaus

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Beim Rundgang durch die Ausstellung: Bürgermeister Andreas Kaiser, Iris Brinker, Jürgen H. und Ursula Wienand, Bernd Möller und Sabine Busch-Murray (von links). Foto: Manfred BuschhausBeim Rundgang durch die Ausstellung: Bürgermeister Andreas Kaiser, Iris Brinker, Jürgen H. und Ursula Wienand, Bernd Möller und Sabine Busch-Murray (von links). Foto: Manfred Buschhaus

Salzbergen. Mit einer neuen Bilder-Ausstellung gedenken die Gemeinde Salzbergen und der Verein „Förderung der Beziehung zwischen Ost und West e.V.“ der im vergangenen Jahr verstorbenen Salzbergener Künstlerinnen Gertrud Eden und Ingelore Sandkötter sowie des mit den Salzbergener Malern nahestehenden Rheinenser Künstlers Jochen Staats.

Die Ausstellung im Foyer und den Erdgeschoss-Fluren des Salzbergener Rathauses wurde jetzt mit einer Begrüßung durch Bürgermeister Andreas Kaiser und Jürgen H. Wienand, Vorsitzender des Vereins Förderung der Beziehung zwischen Ost und West sowie Einführungen durch Sabine Busch-Murray, Bernd Möller und Iris Brinker eröffnet.

Die Präsentation kann noch bis Ende März besichtigt werden. Den musikalischen Rahmen der Vernissage bot ein Instrumental-Ensemble des Musikvereins Salzbergen unter Leitung von Reinhard Altemeyer.

Schon vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung durch Bürgermeister Andreas Kaiser nutzten die vielen Besucher die Gelegenheit zu einem ersten Kennenlernen der verschiedenen Bilder. Sie sind in drei Komplexen nach Künstlern geordnet zusammengehängt.

Im ersten Flur links wurden die Arbeiten von Jochen Staats in der Art einer Werksschau ausgestellt. Sie ist professionell begleitet durch einen umfangreichen illustrierten Flyer als Bilderliste und eine aufwendige Broschüre gestaltet als Werkübersicht. Die Bilder fügen sich dem Betrachter als eine chronologische Reihung ein. Ein Anfang wird gesetzt mit lakonischen, ein wenig strukturlosen und teilweise skizzenhaften Landschaften. Ein Ende verläuft in Bildern, die ihre Vorbilder in den schwellenden emotionsgeladenen Farben von Werken des Mark Rothko und Jackson Pollock finden.

Im Foyer erheischen die kleinformatigen Bilder von Ingelore Sandkötter mit ihrem offenbaren Konzept der Auflösung aller Formprinzipien der Kunst die Aufmerksamkeit und halten dem Betrachter mit skizzenhafter Aufnahme aus der Bildfläche schauender Gesichter den Spiegel vor.

Der zweite Flur dagegen ist den farbintensiven kleinformatigen Bildern von Gertrud Eden mit ihren Landschaften, Seestücken und Genrebildern vorbehalten. Mit ihren persönlichen Einblicken in das Leben auf dem Land und das Dasein in der Natur erinnern sie an die naive Kunst der amerikanischen Malerin Grandma Moses.

Also eine sehenswerte Ausstellung belebt von vielen Zitaten. Aber oft schimmert Originäres und Originelles durch und lässt den Verlust der Region an Persönlichkeiten und kreativer Substanz durch den Tod der drei Künstler im Jahre 2012 ahnen.

Daran erinnerte auch Bürgermeister Andreas Kaiser bei seiner Begrüßung und hieß deshalb besonders die Angehörigen und das Ehepaar Wienand herzlich willkommen.


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