Versammlung in Salzbergen Verein „Chance auf Leben“ engagiert sich für Weißrussland

Der Verein "Chance fürs Leben" in Salzbergen engagiert sich für Menschen in Weißrussland. Von links. Beisitzer Egbert Kolkman, Vorsitzender Thomas Küpker und sein Stellvertreter Johan Schmits. Foto: Josef HaubrichDer Verein "Chance fürs Leben" in Salzbergen engagiert sich für Menschen in Weißrussland. Von links. Beisitzer Egbert Kolkman, Vorsitzender Thomas Küpker und sein Stellvertreter Johan Schmits. Foto: Josef Haubrich

Salzbergen. Der Verein „Chance auf Leben“ in Salzbergen freut sich über die Zunahme von Sachspenden. Darauf wies Vorsitzender Thomas Küpker in der Mitgliederversammlung des Vereins im Gemeindehaus Holsten hin.

Zum Vorstand gehören: Thomas Küpker, Vorsitzender, Johan Schmits, Stellvertreter, Nastassia Küpker, Schriftführerin, Thomas Merting, Kassierer, Egbert Kolkmann, Alexander Stiben und Wolfgang Huesken, Beisitzer. Bereits zwei Hilfstransporte in diesem Jahr sind einer Mitteilung zufolge gesichert. Der nächste Transport führt am 25. März nach Weißrussland. Das Gebiet Gomel im Süden Weißrusslands leidet noch heute unter den Auswirkungen der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl.  

Im April letzten Jahres war ein Hilfstransport mit 13 Tonnen Gütern und im September 2019 mit 16,2 Tonnen gestartet. Zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines Transportes sind viele Helfer notwendig. Abholtermine gibt es etwa für Kleider, Arbeitskleidung, Schulmöbel und medizinischen Geräten. Der Vorsitzende bedankte sich beim Vorstand, den vielen Helfern und besonders beim DRK-Elbergen für die gute Zusammenarbeit und die Überlassung von Fahrzeugen für diese Fahrten. 

Elf Transporte

In den letzten sieben Jahren gingen elf Transporte mit insgesamt 140 Tonnen Hilfsgütern in die Region. Darin enthalten waren 84 Tonnen Textilien, sechs Tonnen Schuhe, 650 Kartons Windeln, 86 Krankenhaus- bzw. Pflegebetten, 320 Tische, 640 Stühle, 165 Rollstühle, 430 Rollatoren, 290 Gehstützen, etwa 100 Computerarbeitsplätze und 520 adressierte Pakete im Gesamtgewicht von sieben Tonnen.

Der Salzbergener Verein unterstützte auch das Heim „Vasilievka“ für Behinderte und Veteranen bei Gomel und das Dominic-Hope-Haus für junge Menschen mit Behinderungen. Hier konnte auch die notwendige Dachsanierung, unter anderem mit einer Spende des BVB-Fan-Clubs Salzbergen, durchgeführt werden. Der defekte Warmwasserboiler des Bezirkskrankenhaus Starye Diatlovichi wurde unkompliziert vor Ort ersetzt. „Auch die Unterstützung von Härtefällen in Familien ist eine wichtige Aufgabe“, so der Vorsitzende Küpker.

In diesem September ist eine Gastelternreise in Zusammenarbeit mit der Tschernobyl-Kinderaktion der ev.-luth. Landeskirche aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland geplant. Interessenten können sich beim Vorsitzenden melden. Dringend wird nach einem trockenen Lagerraum für sperrige Hilfsgüter in der Umgebung von Salzbergen gesucht. 


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